Hochwasser-Alarmstufe vier – Stab arbeitet weiter +++ Impfberatung +++ Soforthilfe

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Informationen der Stadt Halle Stand 12.31 Uhr 8.6. 2013

Nach der Aufhebung des Katastrophenfalls gilt in Halle auf Grund der noch immer angespannten Hochwassersituation die Alarmstufe vier. Der Katastrophen-Stab bleibt als „Stab für außergewöhnliche Ereignisse“ (SAE) weiter im Einsatz. Der Pegel Trotha registriert einen Wasserstand von 6.87 Metern (11 Uhr). Die Feuerwehr- und Hilfskräfte sind weiter an sechs Einsatzabschnitten unterwegs – unter anderem am Gimritzer Damm und am Passendorfer Damm. Es ist untersagt, die Deiche in diesen Bereichen zu betreten. Ordnungskräfte kontrollieren Tag und Nacht. Die Straße Gimritzer Damm ist beschädigt und bleibt zunächst gesperrt. Die Straßenbahnen fahren dort bis auf weiteres nicht. Die eingerichteten Evakuierungs- bzw. Infopunkte in den fünf Gefahrenbereichen Halle-Neustadts werden aufgelöst.Bislang in Halle-Neustadt geschlossene Kindereinrichtungen öffnen Montag wieder. Die Schulen nehmen am Dienstag ihren Betrieb wieder auf.

Stromzuschaltung und Aufräumarbeiten

Die Stadtwerke prüfen derzeit die Wiederzuschaltung folgender Stationen: Uferstraße (Lettin), Gartenanlage Lettin, An der Aue (Schiepzig), Wipperweg 13 (8. WK), Weidaweg 8 (8. WK), Tafelwerder Brachwitzer Str.

Bisher wurden in folgenden Straßenzügen die Hausanschlüsse größtenteils wieder zugeschaltet: Ratswerder, Untere Papiermühlenstraße, Uferstraße, W.-Grothe-Straße, Straße Zum Burgholz, Talstraße, Anglerstraße, Rabeninsel.

Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt derzeit in Halle Neustadt 8. WK, Ortslagen Osendorf und Radewell, Bereich Jägerplatz und Neuwerk.

Die Aufräumarbeiten und die Müllentsorgung koordinieren die Stadtwerke. Ab Montag, dem 10. Juni, 8 Uhr können Sandsäcke auf dem Salzgrafenplatz und am Holzplatz entsorgt werden.

Impfberatung

In Überflutungsgebieten besteht bei Kontakt mit Schwemmwasser und Schlamm sowie überschwemmten Gegenständen eine erhöhte Infektionsgefahr. Dies betrifft insbesondere Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und Tetanus. Zur Abschätzung des individuellen Risikos wird für die Fluthelfer eine Impf- und Hygieneberatung angeboten. Bei Bedarf werden je nach individueller Gefährdungslage erforderliche Impfungen vorgenommen. Zentraler Anlaufpunkt ist der Betriebsärztliche Dienst des UKH, Magdeburger Straße 20. Für das Wochenende bestehen folgende Beratungszeiten: Sonnabend, dem 8. Juni 2013, in der Zeit von 10 bis 16 Uhr, Sonntag, dem 9. Juni 2013, in der Zeit von 10 bis 16 Uhr. Impfausweis und die Krankenkassen-Karte sind mitzubringen

Hotline zur Soforthilfe

Das Land hat sich über eine Soforthilfe für Hochwassergeschädigte in Sachsen-Anhalt verständigt. Das Sofortprogramm steht für Privatpersonen, Kommunen und Gewerbetreibende bereit. Bereits jetzt schon können sich Betroffene unter den bekannten Bürger-Info-Telefonen der Stadt Halle 0345 221-5133, -5134 und -5140 melden.