Helme Heine. Traum und Wirklichkeit – ein interaktives Museumserlebnis

(c)tannertext - Moritzburg - Ausstellung Helme Heine
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Wer kennt sie nicht, Tabaluga, Drei Freunde, die Schöpfung oder Rassendiskriminierung – alles Werke von Helme Heine, die Kinder  und Erwachsene begeistern. Jetzt können sich Hallenser und Gäste  auf eine Ausstellung der besonderen Art freuen, im Kunstmuseum Moritzburg wird  im Nordflügel  „Traum und Wirklichkeit“ zu erleben sein. Die Ausstellung mit Werken von Helme Heine wird  ergänzt von Spielaktionen, die Studierende des Fachbereiches Spiel- und Lerndesign der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle gestaltet und umgesetzt haben.  Da wird es einen Lesebaum, eine Autorenwerkstatt, ein Schattentheater und Trickfilme geben,  Helme-Heine-Figuren werden auch von markanten Punkten in der Stadt aus den Weg ins Museum weisen. Noch wird in den Ausstellungsräumen fleißig gearbeitet, aber am 10. August können sich die Kinder anlässlich der Eröffnung auf ein Kinderfest im Beisein von Helme Heine, der in Neuseeland lebt,  freuen.

Ausstellung Moritzburg Helme HeineMuseumsdirektor Michael Freitag dankte den Studenten der Burg für ihren rastlosen Einsatz und freut sich auf die vieldimensionale Ausstellung. Auch Helme Heine selbst und seine Gattin haben zum Gelingen der Ausstellung beigetragen. Gleich im Eingangsbereich kann der interessierte Besucher sich über die Biographie des Künstlers informieren. Der Kinderbuchillustrator, Zeichner und Cartoonist meint zur Ausstellung: „Traum und Wirklichkeit sind nur scheinbar Gegensätze … Wir wissen, dass wir mit Brille, Mikroskop und Fernrohr besser sehen könnten, aber am besten sehen wir mit dem Herzen.“ Freitag empfindet die Werke Heines als Botschaften mit seltener Dringlichkeit, die er in sanften Aquarellen quasi „hinterrücks“ übermittelt. Es sieht die Ausstellung als Auftakt für eine konzeptionelle Weiterentwicklung dieser Ausstellungsformen. Auch die Kooperation mit der Kunsthochschule sei von großer Bedeutung.

Ausstellung Moritzburg Helme HeineKuratorin Cornelia Wieg gestand, dass ihr Helm Heine kaum bekannt war, sie aber feststellen konnte, dass er  bei Kindern und Jugendlichen einer der Favoriten sei, der mit Bild- und Sprachwitz operiert. In der Ausstellung sind die Werke Heines einmal für Erwachsene gehängt, aber auch in Augenhöhe der Kinder. Ganz dem kindlichen Verhalten entsprechend, können die Bilder „kreuz und quer“ erkundet werden, mit Fernrohr, in der Leseecke – dort stehen Bücher  H.Heines bereit –  oder in den anderen Rückzugsbereichen.

Ausstellung Moritzburg Helme HeineDen Studenten der Moritzburg war es wichtig, nicht mit dem pädagogischen Zeigefinger aufzutreten. Sie ließen sich bei der Autorenwerkstatt von Heines Schreibverhalten inspirieren. Dort kann man Geschichten schreiben und sie dann sogar selbst binden. Mittelpunkt wird der Baum mit der Leseecke sein. Dort stehen Bücher des Verlags Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz zum Lesen bereit. Der Verlag unterstützt die Finanzierung des Projekts der Kunsthochschule. Auf den Inseln mit Fernrohren und Teleskopen können die jungen Museumsbesucher  Helme  Heines Werke auf besondere Art entdecken, im Schattentheater hängen Nacht- und Schattenbilder, die mit Taschenlampen erkundet werden können. Im Filmraum stehen Filme zur Verfügung, die von Motion Works, Deutschlands größter Animationsfilmfirma mit Sitz in Halle, zur Verfügung gestellt wurden, auch eigene Filme der Studenten sind entstanden. Motion Works hat u.a. Filme für die Sendung mit der Maus entwickelt. Silhuetten der „Drei Freunde“ führen als Sprayfiguren durch die Stadt zum Museum. Der Baum im Hof der Moritzburg wird mit einer Tierstimmeninstallation versehen.

Am Samstag, 10. August, wird der Hof der Moritzburg ab 14.00 Uhr zum Spielen freigegeben, u.a. mit Stelzen, Wurfseil und kindgerechter Bewirtung. Ab 15.00 Uhr steht Helm Heine zum Signieren bereit und ab 16.00 Uhr  gibt es ein Konzert mit dem Liedermacher Toni Geiling.

Ausstellung „Traum und Wirklichkeit“ vom 11.08. bis zum 15.09.2013

Eröffnung der Ausstellung  am Samstag, dem 10. August, um 15 Uhr, mit Helme Heine, einem kleinen Kinderfest und dem halleschen Liedermacher Toni Geiling

Das Buch Traum und Wirklichkeit. Helme Heine – ein Porträt von Gisela Radowitz und Helme Heine ist im Museumsladen erhältlich. Geeignet für Leser ab 3 bis 99 Jahre. 

Text und Fotos: Gisela Tanner www.tannertext.de
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