Historisch und modern – Hansefest Ende Mai an der Saale -Vereine können sich noch für „Geschichtszeitstrahl“ anmelden

Mitglieder des Hallischen Hansevereins in traditioneller Gewandung - Foto: ©T.Mergen
Mitglieder des Hallischen Hansevereins in traditioneller Gewandung - Foto: ©T.Mergen
Mitglieder des Hallischen Hansevereins in traditioneller Gewandung – Foto: ©T.Mergen

Im Jahr 2015 lädt der Hallische Hanseverein am 30. und 31. Mai, dann schon zum 7. Mal,  zum Hansefest an die Saale ein. Traditionelle Programmpunkte erwarten die Besucher, es wird aber auch Neues geben. So erleben die Gäste des Festes am 30. Mai um 20.00 Uhr die „Flammende Saale“, ein großes Lagerfeuer auf einem Floß, das von einem Picknick am Saaleufer begleitet wird. Ein Chanty-Chor und weitere Künstler gestalten an der Kröllwitzer Brücke  ein Programm und die „Picknick-Versorgung“ ist auch gesichert.  So ein Floß-Feuer hat eine lange Tradition, informierte Jürgen Seilkopf (Foto -2. von rechts). Einst wurde es gesetzt, wenn der Bischof in Halle angelandet war. Die Veranstalter vom  Hallischen Hanseverein sind gespannt, wie dieser Programmpunkt von den Hallensern und ihren Gästen angenommen wird.

Seit dem vorigen Jahr hat der Verein zum Fest den „Geschichtsstrahl“ am Riveufer eingeführt. Auch diesmal können sich Vereine, Institutionen, Handwerker und Bürger der Stadt zum Mitwirken anmelden. Nicht nur die Entwicklung der Hanse in Halle, sondern auch die Stadtentwicklung insgesamt soll in historischen Szenen dargestellt werden. So zeigten im vorigen Jahr die Franckeschen Stiftungen August Hermann Francke als Lehrer seiner Waisenhauskinder. Diesen „Geschichtsstrahl“ möchten die Vereinsmitglieder um den 1. Vorsitzenden Michael Muchau (Foto rechts) gern ausbauen, um das Geschichtsbewusstsein zu schärfen.

Überhaupt wünscht sich der Verein, dass die Stadtverwaltung Halle sich noch mehr zu den Traditionen der Stadt als Mitglied der Hanse bekennt. So erhofft man sich in Zukunft z.B. Unterstützung bei der Schaffung der Infrastruktur für das Fest. Noch heute ist man enttäuscht, dass die Stadt die Bewerbung zum Hansefest 2019 zurückgezogen hat. Das wäre ein großer Imagegewinn für Halle gewesen, so Jürgen Seilkopf, 2. Vorsitzender des Vereins, und erfahrungsgemäß fließen die eingesetzten Mittel um ein Vielfaches zurück. Doch Wehmut hilft nicht, meinen die agilen Vereinsmitglieder und schauen nach vorn. Für den angesetzten Pressetermin hatten sie sogar ihre traditionelle Gewandung angelegt.
Im Jahr 1980 wurde die „Neue Hanse“ im niederländischen Zwolle wiederbelebt. Seit dem Jahr 2001 ist Halle dort Mitglied.  Diese  „Neue Hanse“ versteht sich als Lebens- und Kulturgemeinschaft europäischer Städte. Bürgersinn und Bürgerpartizipation sollen das hansische Vermächtnis mit Leben erfüllen. Versöhnung und Freundschaft, Förderung von Handel und der Tourismus ist das Anliegen der internationalen Gemeinschaft.
Doch nicht nur historische Rückbesinnung auf die Hanse ist das Thema des Hansefestes, auch das Leben am halleschen Fluss in der Neuzeit findet genügend Raum. So wird wieder ein Drachenbootrennen als besonderes gemeinschaftliches Erlebnis organisiert. Auch Stand up padding und  Splashtools werden auf der Saale angeboten und zu Lande laden Segways zu einer Fahrt ein. Traditionell findet wieder der Hanselauf statt und ein historischer Salzhandel ist zu erleben.
Weitere Programmpunkte im Flyer, Download unten, und demnächst beim Saalereporter. Nich nur im Jahr 2015, sondern auch in den kommenden Jahren sollte man sich das letzte Maiwochenende für diese Veranstaltung vormerken. Ein Lob gilt den Vereinsmitgliedern für ihr Engagement zum Wohle der Stadt und auch den Sponsoren, die dieses Fest unterstützen.
Gisela Tanner
Foto: Tom Mergen