Händelfestspiele von Klassik bis Rock

In Halle ist wieder das „Händel –Fieber“ ausgebrochen, überall ist es zu spüren. Gestern am Nachmittag konnte man jungen Chorknaben des Stadtsingechores auf dem Markt beim Proben zuschauen. Auf der Eröffnungs-Pressekonferenz freute sich OB Szabados, dass sich scheinbar auch das Wetter an dieses Fest angepasst hat. Bei strahlendem Sonnenschein ließen es sich die Hallenser auf dem Rasen rund um Händel gut gehen und abends war der Markt Anlaufpunkt für tausende Besucher von Hallumination IV. In diesem Jahr ist unter der Leitung von Clemens Birnbaum einiges neu bei den Händelfestspielen. Eröffnungskonzert und Festakt waren getrennt, am „Händel“ sang nur der Stadtsingechor – im Vorfeld wurde darüber schon diskutiert – und nicht ein Motto sondern eine Themenreihe zu „Orlando Furioso“ führt durch die Festspiele. Brücken bis ins 21. Jahrhundert werden geschlagen, modernes Tanztheater wird zu erleben sein und für junge Leute besonders interessant, die Barocklounge mit DG und experimenteller Musik. Interkulturell geht es zu, wenn ein türkisches und ein Barockorchester zusammen spielen.

Gedacht wird bei den Händelfestspielen auch einem weniger bekannten Spross der Bach-Familie, Wilhelm-Friedemann-Bach, u.a. mit einer Dauerausstellung in seinem ehemaligen Wohnhaus in Halle. Hochkarätig war schon die Eröffnungspressekonferenz besetzt. Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados, Händelstiftungsdirektor Clemens Birnbaum, Echo Klassik-Preisträgerin Christina Pluhar, musikalischer Leiter der Orlando Produktion Bernhard Forck und Präsident der Georg- Friedrich-Händel Gesellschaft Prof. DR. Wolfgang Hirschmann gaben sich die Ehre. Die Musikwelt schaut auf Halle, zeigen wir uns von unserer besten Seite!