Hallesche Juristen forschen zu erneuerbaren Energien

Einen hochaktuellen Forschungsauftrag im Zusammenhang mit der so genannten  Energiewende hat
das Institut für Wirtschaftsrecht der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) vom Bundesumweltministerium  erhalten. Forschungsthema ist die Analyse welthandelsrechtlicher Grenzen des Ausbaus erneuerbarerEnergien. Das Forschungsprojekt wird gemeinsam mit dem Ecologic-Institut in Berlin durchgeführt. In Halle wird es verantwortlich von dem Juristen Prof. Dr. Christian Tietje geleitet und bearbeitet.

Zum Hintergrund: In Deutschland soll der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung kontinuierlich ausgebaut und bis spätestens 2050 auf mindestens 80 Prozent erhöht werden. Dieser Ausbau erneuerbarer Energien führt gegenwärtig zu zahlreichen politischen Diskussionen. Überdies hat die sogenannte Energiewende weitreichende wirtschaftliche Folgen. Das betrifft auch Sachsen Anhalt. Vor wenigen Tagen hat Professor Tietje vom Bundesumweltministerium den Auftrag erhalten, die welthandelsrechtlichen Grenzen des Ausbaus erneuerbarer Energien zu untersuchen.

„Hintergrund für diesen Forschungsauftrag sind u. a. Bemühungen verschiedener Staaten, im Bereich der
Fotovoltaik die Förderung des Ausbaus erneuerbarer Energien an lokale Wertschöpfung zu binden – sogenannte local-content-Regeln“, sagt Tietje.

„An der Universität Halle besteht herausragende Fachexpertise im Welthandelsrecht. Das Forschungsprojekt für das Bundesumweltministerium zeigt, wie wichtig diese Fachexpertise auch im Bereich erneuerbarer Energien ist“, so Tietje weiter.

Quelle: MLU Halle