Händelhaus ersteigert unbekanntes Händelgemälde bei Sotheby’s

Kustodin Christiane Barth und Clemens Birnbaum, Direktor der Stiftung Händel-Haus, stellen das Gemälde vor Foto: © G.Tanner
Kustodin Christiane Barth und  Clemens Birnbaum, Direktor der Stiftung Händel-Haus, stellen das Gemälde vor Foto: © G.Tanner
Kustodin Christiane Barth und Clemens Birnbaum, Direktor der Stiftung Händel-Haus mit dem Gemälde Foto: © G.Tanner

Ein bisher unbekanntes Händel-Portrait hat die Stiftung-Händelhaus im November 2014 für 6.500 britische Pfund bei dem berühmten  Londoner Auktionshaus Sotheby’s ersteigert. In dieser Woche stellten die Mitarbeiter des Händelhauses in Anwesenheit von OB Wiegand das Portrait vor und brachten es unter Anwesenheit der Medien in Schatzkammer, in der das Gemälde bis zum 6. April ausgestellt wird.

Händelhaus - Händelgemälde ersteigertMan ist sich ziemlich sicher, dass das  Portrait  Georg Friedrich Händel darstellt. Dafür sprechen die große Ähnlichkeit und Bewertungen unterschiedlicher Experten. Dazu gehörte der ehemalige Händel-Haus-Direktor Dr. Edwin Werner,  international als Experte für Händel-Ikonographie geschätzt. Clemens Birnbaum (Foto), Direktor der Stiftung Händel-Haus dazu: „Nach ersten werk- und stilkritischen Untersuchungen sowie Vergleichen mit anderen Händel-Gemälden gehen wir davon aus, dass es sich bei dem Portrait um Georg Friedrich Händel handelt“.

Händelhaus - Händelgemälde ersteigertChristiane Barth, Kustodin des Händel-Hauses, wies die Medienvertreter auf die Signatur hin, die mit bloßem Auge nicht sichtbar ist. Auf der Rückseite des Werkes wies ein Papierschnipsel ebenfalls auf eine Spur zum Urheber hin. Eventuell stammt das Gemälde aus dem Jahr 1734. Erste wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass das Werk im 18. Jahrhundert geschaffen wurde.

Händelhaus - Händelgemälde ersteigert Die Signatur weist auch auf den Urheber des Porträts hin, zu entziffern ist der Name „Klein“, weitere Forschungen dazu sind nötig.

Bisher war die Neuentdeckung des Händelhauses in Privatbesitz, die Herkunft lässt sich bis ins 19. Jahrhundert verfolgen. Ende des 19. Jahrhunderts  soll es bei einem Trödler in Magdeburg aufgetaucht und dann in Privatbesitz übergegangen sein.

Händelhaus - Händelgemälde ersteigertHändelhaus - Händelgemälde ersteigert

Seit dem 4. März ist das Portrait in der Schatzkammer des Händelhauses neben einer Büste Händels  und einem Portrait von Queen Anne zu sehen. Dort wird es  bis zum 6. April verweilen und dann zu weiteren wissenschaftlichen Untersuchungen an Experten  übergeben.

Bisher sind schon über 95 Darstellungen (Grafiken und Gemälde) Georg Friedrich Händels  im Besitz der Stiftung Händel-Haus.  Interessierte sollten die Chance bis zum 6. April nutzen, um das unbekannte Portrait in Augenschein zu nehmen.

Gisela Tanner
Fotos: ©G.Tanner

Händelhaus - Händelgemälde ersteigert

Händelhaus - Händelgemälde ersteigert

Händelhaus - Händelgemälde ersteigert<