Händelfestspiele – trotz fehlender Hotelbetten mehr Tickets verkauft

Frisch gesprüht auf dem Marktplatz
Frisch gesprüht auf dem Marktplatz
Frisch gesprüht auf dem Marktplatz

Es kamen wieder Besucher aus aller Welt zu den Festspielen um den großen Sohn der Stadt nach Halle. Die Stiftung Händel-Haus als Veranstalter konnte bei ihrer Auswertung feststellen, dass noch nie in der Geschichte der traditionsreichen Festspiele so viele Tickets verkauft wurden wie in diesem Jahr. Selbst gegenüber dem bislang erfolgreichsten Jahrgang 2015 ist die Kartennachfrage leicht angestiegen. Dies ist als Erfolg zu werten, da mehrere Voraussetzungen ein solches Ergebnis nicht vermuten ließen. Vor Beginn der Festspiele stand bereits fest, dass aufgrund fehlender Kapazitäten innerstädtischer Hotelbetten die Kartennachfrage bei Reiseunternehmen und Reisegruppen gegenüber dem Vorjahr um 15% sinken wird.

Auch musste am letzten Wochenende  Starsänger Ian Bostridge wegen einer Erkrankung sein Festkonzert absagen, weshalb die Stiftung anbot, bereits verkaufte Karten zurückzunehmen. Das Abschlusskonzert in der Galgenbergschlucht hatte mit dem EM-Deutschlandspiel harte Konkurrenz. Außerdem regnete es bis kurz vor Beginn, weshalb nur sehr wenige Besucher an die Abendkasse kamen. Trotz der leicht erhöhten Ticketnachfrage sank die Besucherzahl auf rund 49.000 Gäste (2015: 50.175 Besucher; die Jahre davor lagen zwischen 40.000 und 45.000 Besucher). Grund hierfür ist, dass im Vergleich zum letzten Jahr große Anrechtsveranstaltungen der Theater, Oper und Orchester GmbH nicht in das Festspielprogramm inkludiert waren.

Oft äußerte sich die Begeisterung bei den Veranstaltungen   in Standing Ovations, Fußgetrampel, Bravo-Rufen und lang anhaltendem Applaus. Die Liste von Referenzaufführungen ist so lang, dass es nicht möglich ist einzelne Höhepunkte aufzuzählen, so der Veranstalter.

Es waren die Händel-Festspiele mit der größten Ticketnachfrage in ihrer Geschichte. Knapp die Hälfte der 52 Verkaufsveranstaltungen war ausverkauft; weitere Eigenveranstaltungen der Händel-Festspiele hatten eine Auslastung von über 80%. Für einige Konzerte wurden sogar noch zusätzliche Kartenkontingente geschaffen, weil die Nachfrage bei nationalen und internationalen Gästen sehr hoch war. So gab es beispielsweise Erweiterungen der Kapazitäten bei dem Festkonzert mit Romelia Lichtenstein im Festsaal der Leopoldina, beim Festkonzert mit Anna Prohaska und Giovanni Antonini in der Konzerthalle Ulrichskirche und bei Bridges to Classics. Erstmals wurde gemeinsam mit der Hallesche Wohnungsgesellschaft mbH eine kostenfreie Veranstaltung auf dem Domplatz mit hohem Besucherandrang durchgeführt.

In den vergangenen 17 Tagen sorgten 46 Ensembles und Chöre, 24 Dirigenten und musikalische Leiter und über 95 Vokal- und Instrumentalsolisten an 20 Veranstaltungsorten für ein facettenreiches und erstklassiges Programm.

Im nächsten Jahr finden die Händel-Festspiele mit dem thematischen Schwerpunkt „Original? – Fälschung?“ in Halle (Saale) vom 26. Mai bis 11. Juni 2017 statt. Aufgrund des Reformationsjubiläums werden mehrere Oratorien, die biblische Themen behandeln, aufgeführt. Der „Messiah“ wird gleich zweimal dargeboten.

Vorher laden die Händel-Festspiele, als Ausblick auf das kommende Festival, zu „Händel im Herbst“ ein. Vom 25. bis 27. November 2016 sind Vivica Genaux und Sunhae Im in einem Festkonzert zu erleben. Außerdem wird ein Luther-Programm gemeinsam mit den Franckeschen Stiftungen sowie die Händel-Oper „Sosarme, Re di Media“ in der Oper Halle angeboten.

Die Karten „Händel im Herbst“ sind erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen (zzgl. evtl. Vorverkaufsgebühren), bei der Ticket-Hotline +49 (0) 345 / 565 27 06 (Mo. bis Fr. 8–19 Uhr, Sa. 8–14 Uhr), sowie an der Konzert- und Museumskasse Stiftung Händel-Haus, Große Nikolaistraße 5, 06108 Halle (Saale), Telefon: +49 (0) 345 / 500 90 103, ticket@haendelhaus.de und www.haendelhaus.de erhältlich.

 

Quelle: Stiftung Händelhaus