Gustav Klimt und Mode – illustre Werksschau der Kunsthochschule Halle in der Moritzburg

Mitten zwischen Kunstwerken der klassischen Moderne im Westflügel des Kunstmuseums Moritzburg in Halle konnten Besucher am Freitag eine ganz besonderes Event erleben. Die Kunsthochschule Burg Giebichenstein und das Museum hatten anlässlich der aktuellen Sonderausstellung mit Werken von Gustav Klimt zu einer Modenschau geladen.

Mode und Klimt

Wie von den Werkschauen der Burg im Volkspark gewohnt, waren die Plätze schnell ausgebucht und der wohl längste Laufsteg, den Models der Burg je zu absolvieren hatten, war an beiden Seiten von Zuschauern flankiert. So hautnah konnte man die Modelle selten betrachten, und das war gut so, denn was die Studenten aller drei Studienjahre des Studienganges Mode der Kunsthochschule gestaltet hatten, war wirklich beeindruckend und sehenswert.

Zunächst begrüßte Hausherr  Thomas Bauer-Friedrich, Direktor der Moritzburg, die Gäste und lobte die Zusammenarbeit zwischen „Burg“ und „Burg“. Prof. Dieter Hofmann, Rektor der Kunsthochschule Halle, betonte die Bedeutung der Kooperation, haben die Studenten doch so die Möglichkeit, sich auszuprobieren.

Zu sehen waren ca. 90 Modelle, die von den Werken des Künstlers inspiriert wurden, und das fast genau 100 Jahre nach seinem Todestag. Wer die Werkspräsentation der Burg im Volkspark im Sommer besucht hatte,  kannte die Modelle bereits, aber in dem besonderen Ambiente des Westflügels der Moritzburg mit all den Kunstwerken kamen die Werke noch einmal ganz anders zur Geltung. Jedes Model zeigte eine andere Fassette der Auseinandersetzung mit Klimts Werk, allen war aber gemeinsam, dass sie Klimts Sicht auf die Frauen als ästhetische Wesen interpretierten. Auch Modelle für den Herrn waren dabei. Die Schau war ein Feuerwerk an Formen und Farben, mit viel Gold und fantasievollen Elementen.

Vor der Schau hatten Besucher ausreichend Gelegenheit, in die Klimt-Sonderausstellung zu gehen und sich so auf das Mode-Event einzustimmen. Zum Ausklang des Abends gab es eine After-Show-Party mit Musik und Lagerfeuer.

Mode und Klimt

 

Bleibt zu hoffen, dass das nicht die letzte Kooperation von „Burg“ zu „Burg“ war.

 

Gisela Tanner

 

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