Groovin Bodies – schnörkelloses Ballett an der Oper Halle

v.l.n.r.: Crhistian Sengewald, Karin Herrmann, Ivana Sajevic - ©Foto: Falk Wenzel
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Ensemble Ballett Rossa – Foto: Anna Kolata

[Foto: Anna Kolata] Es ist laut und es ist dunkel, das Licht fällt auf eine Gruppe von Tänzern, sie bewegen sich im Rhythmus von Drums  und Percussions. Zuschauer sitzen nah dran und auf den Rängen, der Puls der Musik erfasst den gesamten Raum. In zwölf Bildern präsentiert sich die Ballett Compagnie Ralf Rossa, life begleitet von Ivo Nitschke und Ralf Schneider. Das Publikum ist wie elektrisiert, am Ende gibt es tosenden Beifall und Standing Ovations.

Ralf Rossa hat in seiner Inszenierung die Raumbühne als Herausforderung angenommen und seine Tänzer haben die Tanzperformance glänzend umgesetzt. Lange schon spielten der Chef der Ballettcompagnie der Oper  und die Schlagzeuger  Ivo Nitschke und Ralf Schneider von der Staatskapelle Halle mit der Idee, ein Ballett nur mit Drums  und Percussions zu begleiten.  Jetzt wurde sie verwirklicht. Dafür komponierte Ivo Nitschke die Musik, u.a. inspiriert von Klassik, Jazz und  Weltmusik. Ralf Schneider sei  dann von den beiden der Groovemacher, so Nitschke.

Dank der Raumbühne sind die Instrumente nicht im Orchestergraben versteckt, sondern die Zuschauer können an dem enthusiastischen Spiel  der Musiker  auch optisch teilhaben. Es kommt sogar zu einem „Zwiegespräch“ zwischen Tänzer und Trommler mitten auf der Bühne (Dalier Burchanow und Ivo Nitschke).

Das Ballett ist rhythmisch eine Herausforderung.  Synchrone Bewegungen wechseln mit asynchronen Sequenzen ab, dazu kommen klassische Elemente. Was für tolle Tänzer Rossa da hat!

Bei dieser Inszenierung wurde die Idee der Raumbühne bestens aufgenommen. Wer den Groove dieses Ballettabends erleben möchte, es  gibt in dieser Spielzeit noch reichlich Gelegenheit dazu.

Nächste Aufführungen: Freitag, 28. Oktober,  Mittwoch, 02. November, Samstag, 05. November 2016

Gisela Tanner