Frühe Hilfen für Kinder und Familien: Bedarfe von Ärzten und Hebammen

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uniklinikSeit vielen Jahren engagiert sich bundesweit eine immer größer werdende Gruppe von Fachleuten – von Kinderärzten/innen über Hebammen, Gynäkologen/innen bis hin zu Sozialarbeiter/innen – um das Wohl von Kindern und Familien. Frühe Hilfen zielen darauf ab, Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern in Familie und Gesellschaft frühzeitig und nachhaltig zu verbessern. Neben alltagspraktischer Unterstützung wollen Frühe Hilfen insbesondere einen Beitrag zur Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz von (werdenden) Müttern und Vätern leisten. Damit tragen sie maßgeblich zum gesunden Aufwachsen von Kindern bei und sichern deren Rechte auf Schutz, Förderung und Teilhabe, heißt es vom Nationalen Zentrum für Frühe Hilfen.

Bisher ist nicht hinreichend bekannt noch wissenschaftlich erforscht – weder bundesweit noch für Sachsen-Anhalt – welche Erfahrungen und Bedarfe niedergelassene Kinder-, Frauen- und Hausärzt/innen sowie freiberuflich tätige Hebammen hinsichtlich einer Kooperation in den Frühen Hilfen, insbesondere den lokalen Netzwerken Kinderschutz, des Landes Sachsen-Anhalt haben. Das Ministerium für Soziales und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt hat daher das Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft sowie die Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Halle (Saale) beauftragt, eine Online-Umfrage unter niedergelassenen Kinder-, Frauen- und Hausärzten/innen sowie Hebammen durchzuführen.

Die Onlinebefragung findet im September und Oktober statt und soll etwa 2200 niedergelassene Ärzte/innen und etwa 300 Hebammen einbeziehen. Ziel der Studie ist es, zukünftige Modelle und Strategien für die Zusammenarbeit in lokalen und regionalen Netzwerken Frühe Hilfen zu erarbeiten. Gefragt wird unter anderem, welche strukturellen Voraussetzungen die Netzwerke bieten müssen, damit sich die niedergelassenen Ärzte/innen an den Kooperationen beteiligen. Außerdem wollen die Forscher wissen, was sich bisher bei den Netzwerken bewährt hat und welche Angebote die alltägliche Arbeit in der Praxis erleichtern könnten. Die Ergebnisse der Befragung sollen am Ende des Jahres 2013 vorliegen und an das Sozialministerium übergeben werden.

Quelle: Universitätsklnikum