Franckesche Stiftungen übergeben Aufnahmeantrag für UNESCO-Welterbe

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Erfreuliche Nachrichten gibt es von den Franckeschen Stiftungen, sie wurden von der Bundesrepublik Deutschland für die Einschreibung in die Welterbeliste der UNESCO nominiert  und haben jetzt den Antrag für die Aufnahme in das UNESCO-Welterbe an das Land Sachsen-Anhalt übergeben. Die Stiftungen haben das Ziel, eine Einschreibung nach den Kriterien IV (herausragendes Beispiel von Gebäuden/Architektur) und VI (Ideen und Glaubensbekenntnisse von außergewöhnlicher universeller Bedeutung) zu erreichen.

Der 20-monatige Antragserarbeitungsprozess wurde vom  Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle (Saale) intensiv gefördert. Kultusminister Stephan Dorgerloh ist Vorsitzender des Nomination-Teams, das die Stiftungen bei der Ausfertigung unterstützte. Nach Vorprüfungen durch das Land, den Bund und dem Welterbe-Zentrum wird der Antrag zur kommenden Jahreswende beim „World Heritage Centre“ in Paris eingereicht. Die Entscheidung über die Aufnahme der Franckeschen Stiftungen in die Weltkulturerbe-Liste fällt im Sommer 2016 durch das Welterbe-Komitee der UNESCO in Paris.

Die von dem Theologen und Pädagogen August Hermann Francke (1663-1727)  Franckeschen Stiftungen beherbergen bis heute mehr als 40 Bildungs- und Sozialeinrichtungen. Die Bemühungen um Aufnahme der Stiftungen in das UNESCO-Welterbe gehen zurück auf Hans-Dietrich Genscher, der das historische Stiftungsensemble seit den 1990er Jahren in den Fokus der UNESCO gerückt hatte. Seit 1998 standen die Franckeschen Stiftungen auf der Tentativliste.

Quelle: Stadt Halle