Forschungsprojekt zum Sommerhochwasser 2013 gestartet

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 Gestern istein Forschungsprojekt, das die Zusammenarbeit zwischen Bürgerinitiativen und Entscheidungsträgern während des Sommerhochwassers 2013 untersucht, gestartet. Das Vorhaben geht der Frage nach, inwieweit politische Schutzmaßnahmen während des Sommerhochwassers in Sachsen-Anhalt mit den Anforderungen und Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort übereinstimmen. Das Projekt hat das Ziel, die öffentliche Wahrnehmung z.B. für  Bürgerinitiativen zu erhöhen und somit das zukünftige Zusammenspiel von Politik und Zivilgesellschaft im Katastrophenfall zu verbessern. Die Forschung ist eine Kooperation zwischen dem gemeinnützigen, unabhängigen und überparteilichen Think Tank d|part aus Berlin und der in Halle (Saale) ansässigen Politikberatungsfirma regional | im | puls, die sich auf die Umsetzung von Beteiligungsprozessen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft spezialisiert.

Das Projekt wurde von den Initiatoren wegen der Diskussion um den Klimawandel und die stetig steigende Zahl an Naturkatastrophen ins Leben gerufen. In den letzten 500 Jahren der Hochwassergeschichte Mitteleuropas  gab es vor der Jahrtausendwende gerade einmal zwei ernst zu nehmende Überschwemmungen, während nach 2002 und 2006 mit dem Sommerhochwasser 2013 an der Elbe und ihren Nebenflüssen bereits das dritte verheerende Hochwasserkatastrophe innerhalb weniger Jahre zu verzeichnen sind. Für die betroffenen Bürger stellt sich die Frage: Wie geht man damit um? Abgesehen von den traumatischen Erfahrungen für den Einzelnen kann ein solches Ereignis einen erheblichen Einfluss haben auf private oder politische Entscheidungen, auf ökonomische Bedingungen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer ganzen Region.

Aufgrund der Erfahrungen aus den betroffenen Regionen Mitteldeutschlands, fragen sich die Wissenschaftler, welche Auswirkungen das Sommerhochwassers 2013 auf das Zusammenleben der Bürger in der Region hat und wie politisch und gesellschaftlich mit der Katastrophe umgegangen werden kann. Das Forschungsteam möchte herausfinden, ob eine Hochwasserkatastrophe wie im Sommer 2013 auch Chancen für die Politisierung und Beteiligung von Bürgern am Wiederaufbau- und Präventionsprozess bieten kann. Wo wollen Bürger sich an der Katastrophenbewältigung beteiligen? Was sind ihre Anforderungen an Politik und Verwaltung? Und welche Maßnahmen müssen konkret getroffen werden, um das Zusammenleben in der Zeit nach dem Hochwasser langfristig zu stärken?

Mehr Informationen über das Projekt und wie man mitmachen oder es unterstützen kann unter http://howafo.politischepartizipation.de und http://howafo.die-regionalimpuls.de. Sie haben auch die Möglichkeit, online über den Forschungsblog und via #howafo an der Diskussion und dem Forschungsverlauf teilzunehmen

Quelle: regional | im | puls
Foto: Saalereporter