Familiensonntag im Krokoseum – Farbexperimente im Winter

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Um das Geheimnis der Farben geht es  am kommenden Sonntag, dem 26. Januar, zwischen 15 und 18 Uhr im Krokoseum der Franckeschen Stiftungen. Wie wurden diese  im Mittelalter für Kleider, Kalligrafie und Tafelmalereien gewonnen und andere Fragen werden beleuchtet. Restauratorin Silke Hönig, die u.a. am indischen Klappaltar im Pietismus-Kabinett und den Epitaphen im Foyer des Waisenhauses arbeitete, lädt ein zur Spurensuch in der heimischen Vegetation. Bevor im 19. Jahrhundert in großer Zahl neue Farben durch anorganische Farbstoffe und Pigmente die Palette erweiterten, waren Farben vor allem ein Naturprodukt.

Aber welche Pflanze gibt welche Farbe preis? Um diese Frage zu beantworten wird gekocht, püriert, gemörsert und durchs Tuch gepresst was Speisekammer und Natur schon in früheren Zeiten hergaben.

Mit den so extrahierten Farbstoffen lassen sich anschließend Malereien und Bucheinbände, kleine Kerzentischleuchten oder Collagen gestalten. Das dafür benötigte Werkzeug wird gleich selbst angefertigt. Und da Feinhaarpinsel entweder noch unbekannt oder unerschwinglich waren, erfolgt auch hier der Rückgriff auf das, was die Natur seit ehedem so bietet.

Der zweite Teil der Farbexperimente ist für die warmen Monate geplant und wird sich dann der blühenden Pflanzenwelt im Frühling und Sommer zuwenden.

Auf Spurensuche nach dem Geheimnis der Farben
mit Restauratorin Silke Hönig
Sonntag, 26. Januar │ 15.00-18.00 Uhr │ Krokoseum
pro Familie 8 €, inkl. Getränke und Kuchen

Quelle: Franckesche Stiftungen