Familiennachmittag mit weihnachtlicher Spurensuche und neues besonderes Kunstwerk im Kunstmuseum Moritzburg

Moritzburg Halle am Abend ©sr-gt
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Weihnachtliche Spurensuche im Kunstmuseum

Eigentlich kommt der Weihnachtsmann ja erst am Heiligen Abend, aber in der Moritzburg ist er schon am 1. Advent zugange. Auf der Suche nach Ideen für seine Weihnachtsgeschenke hat er Spuren hinterlassen. Eilig hat er Kunstwerke fotografiert, in denen er interessante Gegenstände entdeckt hat. Sie geben an diesem
Nachmittag Anregungen für die Gestaltung eines Memorys. Kinder und Eltern sind am Sonntag, dem 30.11.2014, um 15 Uhr, zu diesem Familiennachmittag in das Kunstmuseum eingeladen. Wir folgen den Spuren des Weihnachtsmannes und bauen im Anschluss ein Memory. Eltern haben die Möglichkeit zum Besuch der Dauerausstellung.

Eintritt: Eltern ermäßigter Eintritt, Kinder frei.

Ab dem 28. November 2014  ein neues besonderes Kunstwerk in der Moritzburg

In den schweren Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg schuf der 1915 in Chorzów (Königshütte/Schlesien) geborene Maler Fritz Freitag 1949 eine kleine Truhe, auf der er die Weihnachtsgeschichte darstellte. Angeblich – so die Legende – hat er in Ermangelung anderer Geschenke für seinen Sohn diese Kiste gebaut, die dann seine Frau mit Keksen füllte.

Auf den Deckelseiten fliegen singende und musizierende Engel im blauen Himmel. Jesu Geburt in der Weihnachtsnacht auf der Frontseite ist die Anbetung der Heiligen Drei Könige auf der Rückseite gegenübergestellt. Auf den Schmalseiten befinden sich die hochschwangere Maria sowie Joseph im Stall bei Bethlehem und auf der anderen Seite wird den drei Weisen aus dem Morgenland durch den von einem Engel getragenen Stern der Weg gewiesen.

Der seit 1927 in Halle lebende Künstler nutzte die seit dem späten Mittelalter geläufigen christlichen Bildprogramme und setzte sie in der altmeisterlichen Technik mit Öl auf Kreidegrund und Holz um. Doch die Umsetzung erfolgte in der ihm ganz eigenen nahezu naiven und ornamentalen Malweise, die mit der vereinfachten Erzählweise korrespondiert.

Fritz Freitag, 1977 in Halle gestorben, zählte in den 1950er und 1960er Jahren zu den geschätzten Malern in der DDR. In der kleinen Weihnachtstruhe kristallisiert sich seine zwischen Realität und Phantasie stehende Malerei. Zugleich ist sie ein intimes und privates Kunstwerk, das von der Not in den Nachkriegsjahren berichtet.

Quelle: Kunstmuseum Moritzburg