Fame – der steinige Weg zum Ruhm – Musicalpremiere an der Oper Halle

Foto: Theater, Oper und Orchester GmbH Halle; Copyright by Falk Wenzel - Ensemble Fame
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©Foto: Falk Wenzel

Angefangen hat alles im Jahr 1980 mit dem Film „Fame“ von Alan Parker. Im Jahr 1988 wurde dann das gleichnamige Musical uraufgeführt, das weltweit seinen Siegeszug antrat. Jetzt hat  nt-Intendant Matthias Brenner „Fame“ an der Oper Halle aufwändig inszeniert, nachdem er damit bereits 2006 am Theater Magdeburg als Regisseur Erfahrungen gesammelt hatte.

Die Handlung führt an die New Yorker „High School of Performing Arts“ und erzählt von den täglichen Anstrengungen der Schüler, die Schauspieler, Musiker oder Tänzer werden wollen und von Ruhm und Erfolg träumen.  Für diesen Traum nehmen sie fast alles in Kauf, hartes Training, strenge Lehrer und ein Leben voller Entbehrungen. Das Musical ist ein Gemeinschaftswerk von  Thalia Theater, neuem theater und Oper. Für bewegende Tanzszenen sorgen Tänzerinnen und Tänzer vom Tanzhaus „ad libitum“ e.V. Halle und von der  Theaterballettschule Magdeburg e.V. .  Aber auch die Schauspieler sind in den Tanzszenen gefordert und müssen ihr gesangliches Talent beweisen. Als besonderes Highlight wurde noch Rockstar Dirk Zöllner als Nick Piazza verpflichtet. Die Schauspieler und Tänzer auf der Bühne bekommen gesangliche  Unterstützung aus dem Orchestergraben von Mitgliedern des Opernchores. Genau von dort aus agiert auch der musikalische Leiter der Inszenierung, Alexander Suckel vom nt, begleitet von Bass, Drums, Gitarre, Keyboard, Percussion,  Reed, Trompete und Posaune.

Dass die Tanzszenen den nötigen „Drive“  erhalten, dafür sorgt Choreograf Alexandre Tourinho. Ihm ist es gelungen, dass ausgebildete Tänzer, Sänger  und Schauspieler eine bewegende und mitreißende Choreographie auf die Bühne bringen. So lebt die Musical-Inszenierung aus Halle vor allem von ihrer herausragenden Ensembleleistung. Es fällt schwer, einzelne Akteure hervorzuheben, etwa die Lehrerschaft, verkörpert von
Peter W. Bachmann, Danne Suckel und Stanislaw Brankatschk, alle vom nt. Nicht nur als Retterin in der Not präsentierte sich Petra Straussová, die kurzfristig für die erkrankte Darstellerin der Miss Shermann einsprang. Vom Thalia Theater mischten u.a. Frank Schilcher als Tyrone Jackson,  Natascha Mamier als Mabel Washington und Jörg Kunze als Schlomo Metzenbaum  kräftig mit,  genauso wie Manuel Zschunke als Joe Vegas und  Natalja Joselewitsch als Grace Lamb  vom Studio. Lena Zipp begeisterte das Publikum als Carmen Diaz. Nicht nur Rockstar Dirk Zöllner, auch Nele Schulz  als  Serena Katz und Christina Athenstädt  als Iris Kelly waren als Gäste dabei.

Das Tüpfelchen auf dem „i“ waren die Videoinstallationen von Conny Klar, die das Bühnenbild von Katja Lebelt zum Leben erweckten.  Einen amüsanten Rahmen der Handlung bildete das Ehepaar Knockers, die Ehefrau dargestellt von Axel Gärtner und der Ehemann von Hilmar Eichhorn.

Das Publikum war von der Premiere begeistert und dankte mit jubelndem Beifall.

Gisela Tanner tannertext.de