Digitalisierungs- projekt der Moritzburg – 550 Kunstwerke zum Nikolaus

Moritzburg Halle am Abend ©sr-gt
Moritzburg Halle am Abend ©sr-gt
Moritzburg Halle am Abend ©sr-gt

Pünktlich zum 6. Dezember 2014 packt das Kunstmuseum Moritzburg rund 550 neue Datensätze zu Werken der Klassischen Moderne aus den Sammlungen des Museums auf museum-digital.de in den virtuellen Stiefel und macht damit seine Bestände für die Öffentlichkeit wieder ein Stück transparenter.

Nach drei Jahren findet im Dezember 2014 die erste Phase des von der EU, dem Land Sachsen-Anhalt und der Saalesparkasse geförderten Digitalisierungsprojektes am Kunstmuseum Moritzburg ihren Abschluss. Hierbei standen die bedeutenden Bestände des Museums zur Klassischen Moderne aus der Zeit von 1900 bis 1937 im Mittelpunkt.

Der Projektabschluss und die erreichten Ziele werden mit der Online-Stellung von 550 neuen Datensätzen auf der Internetplattform museum-digital.de gebührend begangen. Den größten Anteil davon bilden Werke aus der grafischen Sammlung des Kunstmuseums Moritzburg. Darunter befinden sich Arbeiten namhafter Künstler wie Auguste Rodin, Max Slevogt, Ernst Barlach, Adolf Senff und Lovis Corinth. Beschreibungstexte erleichtern den Zugang zu den Werken und stellen sowohl die Intentionen der Künstler als auch stilistische Besonderheiten der Arbeiten vor. Informationen zu dargestellten Persönlichkeiten und weiterführende Literatur runden den Datensatz inhaltlich ab. Neben Druckgrafiken und Handzeichnungen werden auch bedeutende, doch weniger bekannte Kunstschätze der Sammlungen Plastik, Kunsthandwerk und Fotografie vorgestellt. Dies ermöglicht den Besuchern, sich durch das virtuelle Kabinett zu bewegen und neu erfasste Fotografien von Hans Finsler und Heinrich Koch zu entdecken oder Objekte namhafter Manufakturen, wie der Staatlichen Porzellanmanufaktur Berlin oder der Lauschaer Glashütten, kennenzulernen.

Seit Anfang 2012 publizierte das Kunstmuseum nicht nur rund 900 Werke als Datensätze auf museum-digital.de, sondern teilte seine Erfahrungen bei der Digitalisierung unter dem Titel „EDiM – Erfahrungstransfer Digitalisierung im Museum“ in einem Blog im Internet.

Das Kunstmuseum Moritzburg kooperierte eng mit dem Museumsverband Sachsen-Anhalt, der AG Digitalisierung des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt und mit Dr. Stefan Rohde-Enslin vom Institut für Museumsforschung in Berlin, denen allen für ihre Unterstützung großer Dank auszusprechen ist. Ohne die finanzielle Unterstützung durch das Land Sachsen-Anhalt, die Saalesparkasse und den Europäischen Sozialfond der Europäischen Union wäre die Ausführung des Projektes nicht möglich gewesen. Die Fortführung der Digitalisierung der Museumsbestände im Jahr 2015 wird durch die Saalesparkasse ermöglicht, der hierfür der besondere Dank des Museums gilt.

Quelle: Kunstmuseum Moritzburg