Die Lange Nacht der Wissenschaften am Universitätsklinikum Halle

(c)tannertext

Schon zum 16. Mal laden zur „Langen Nacht der Wissenschaften“ universitäre und außeruniversitäre Einrichtungen ein. Dazu gehört auch das Universitätsklinikum in der Ernst-Grube-Straße 40 (zu erreichen über die gleichnamige Shuttlebus-Haltestelle). Von 18 bis 21.30 Uhr können Besucher einen Blick in unterschiedlichste Fachgebiete und Themen werfen, mehr als 25 Einrichtungen der Universitätsmedizin Halle (Saale) präsentieren sich und Kinder ab 4 Jahren können erstmals in diesem Jahr kleine Stars im Mitmach-Zirkus sein.

„Blutige Nacht“ heißt eines der Angebote, doch keine Angst, es geht niemandem an den Kragen. Stattdessen erfahren die Besucher bei der Transfusionsmedizin, was von einer Blutspende bis zur Transfusion eigentlich mit dem Blut passiert (FG 2, E-04) und wie eine Blutkonserve entsteht (19 und 20 Uhr). Und wer möchte, kann noch direkt selbst Blut spenden beziehungsweise eine Stammzell- und Knochenmarktypisierung durchführen lassen. In der Klinik für Innere Medizin IV erfahren die Besucher dann, wie eine Stammzelltransplantation funktioniert und welche Möglichkeiten es zur Erkennung und Behandlung von Blutkrebserkrankungen gibt.

Auch das Zentrallabor bietet zum Thema Blut Führungen an (18, 19 und 20 Uhr), allerdings geht es darum, wie Patienten-Blutproben vollautomatisch im Labor analysiert werden. Ebenfalls über Blut, allerdings über dessen Reinigung mittels Dialyse im Falle einer Nierenerkrankung, informiert den gesamten Abend über die Universitäts- und Poliklinik für Innere Medizin II im Foyer des Lehrgebäudes FG 5/6. 

Wer gerne seine Fähigkeiten und Sinne testen möchte, findet dafür diverse Mitmachangebote. Die beliebten Hör-, Riech-, Geschmacks- und Gleichgewichtstests bietet die Universitäts- und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenchirurgie, Kopf- und Halschirurgie im Funktionsgebäude 4 (E-01) an. In der Klinik für Augenheilkunde (FG 3, E-01) kann man anhand von Simulationen feststellen, welche Auswirkungen verschiedene Sehbehinderungen haben und Mobilitätsübungen ausprobiert werden.

Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik lässt Sie hingegen im Seminarraum 12 (FG 5, U-02) mit Gedächtnistests herausfinden, wie gut Ihr Kopf funktioniert und ob Sie eher der Schlaf-Chronotyp Lerche oder der Typ Eule sind. Aber auch Persönlichkeitstests werden angeboten und das Bündnis gegen Depressionen stellt sich vor. Von Mitarbeitern der Klinik für Dermatologie und Venerologie gibt es nebenan (Seminarraum 13, FG 5, U-02) Tipps zum richtigen Sonnenschutz und Wissenswertes dazu, wie UV-Strahlen auf die Haut wirken.

Wer sich für „Bewegungsanalyse bis zur Knochenhistologie“ interessiert und aktiv werden möchte, ist im Orthopädie-Forschungslabor des Departments für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie richtig. Besucher können sich zu den jeweiligen Veranstaltungszeiten (18, 19, 20 Uhr) im Foyer des Lehrgebäudes versammeln und werden dann von den Mitarbeitern abgeholt. Im Foyer bietet das Department außerdem Vorführungen und Mitmachaktionen wie Implantieren einer Knie- und Hüftendoprothese, Arthroskopie von Kniegelenken oder Versorgung von Brüchen mit Platten und Nägeln an. Ebenso können in den Räumen der Physio- und Ergotherapie (Komplement, Ebene 0) Rückenfitness und Therapiegeräte selbst ausprobiert werden.

Ebenfalls im Komplement (Ebene E-02) stellt die Klinik für Viszerale, Gefäß- und Endokrine Chirurgie ihr Spektrum vor. Am Simulationstrainer kann hier das eigene Können in der Bauch- und Darmchirurgie getestet werden und gibt es Mesh-Reparationen zum Anfassen.

Das Dorothea Erxleben Lernzentrum, in dem die Studierenden der Medizinischen Fakultät erste praktische Erfahrungen sammeln und verschiedene Handlungen üben, lässt auch die Besucher der Langen Nacht die Venenpunktion oder das Nähen eine Wunde ausprobieren. Außerdem kann man ein Reanimations- und Notfalltraining mitmachen.

Highend-Technik selbst steuern sowie mehr über die Operationsmethode erfahren, kann man im Seminarraum 1 (FG 5, U-02). Dort wartet der Operationsroboter „Da Vinci“ der Klinik für Urologie, mit dem selbst laparoskopiert werden kann. Bei der Klinik für Innere Medizin I kann man des Weiteren selbst eine Lungenspiegelung durchführen und so Ängste vor dieser Untersuchung, aber auch vor Magenspiegelungen abbauen. Die Klinik für Herzchirurgie zeigt hingegen, wie eine vollendoskopische Mitralklappenrekonstruktion abläuft und beantwortet Fragen rund um das Herz (Seminarraum 8, FG 5, U-02). 

In der Universitäts- und Poliklinik für Strahlenmedizin werden des Weiteren neueste Entwicklungen in der Hochpräzisions-Strahlentherapie vorgestellt (FG 16, U 02). Oder wer hätte gewusst, dass es mittlerweile möglich ist, die Bestrahlung mit der eigenen Atmung zu steuern? Und die Klinik für Nuklearmedizin zeigt das Behandlungsspektrum bei Leber-, Prostata- oder Schilddrüsenerkrankungen auf. Für letzteres Organ können sich kleine Gruppen halbstündlich von 18.30 bis 21 Uhr mittels Sonographie untersuchen lassen.

Natürlich besteht auch in diesem Jahr die Möglichkeit, am Haupteingang einen Rettungshubschrauber sowie einen Rettungswagen zu besichtigen, in der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin die HBO-Kammer auszuprobieren und mehr über Schmerz- und Palliativmedizin (FG 15, U-02) zu erfahren, sich über Ausbildungsmöglichkeiten in der Pflege und Krankenversorgung inklusive des neuen Studiengangs „Evidenzbasierte Pflege“ zu informieren, das Nationale Herzinfarktregister, die Löwen-KIDS-Studie und die NAKO Gesundheitsstudie kennenzulernen, menschliche Fortpflanzung unterm Mikroskop zu sehen, und und und …

Zusätzlich zum Programm gibt es im Hörsaal zwei populärwissenschaftliche Vorträge, die sich mit spannenden Themen beschäftigen. Um 18 Uhr stellt apl. Prof. Dr. Martin S. Staege vor, wie es klingt, wenn aus der Expression von Genen Melodien entstehen. Daran schließt sich 19 Uhr der Vortrag von Alternsforscher Prof. Dr. Andreas Simm an, der erklärt, was Brotbacken mit Wissenschaft zu tun hat und wie Brotrinde gegen oxidativen Stress helfen kann. Beide Vorträge sind später auch noch im Christian-Wolff-Haus zu erleben.

Programm der Universitätsmedizin: http://www.medizin.uni-halle.de/fileadmin/Bereichsordner/Veranstaltungen/2017/Flyer_LNdW_2017.pdf

Programm für die Lange Nacht der Wissenschaften: http://www.wissenschaftsnacht-halle.de

 

Quelle: Univeraitätsmedizin Halle

 

Mehr lesen …