Die Hallenser Jüdischen Kulturtage 2013

(c)sr-gt
(c)sr-gt
(c)sr-gt

Der Freundeskreis Leopold Zunz Zentrum, e.V., die Jüdische Gemeinde zu Halle und das Seminar für Judaistik/Jüdische Studien der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg lädtSie  anlässlich  des  Einzugs  der  neuen  Thorarolle  und  des  60.  Jahrestages der Einweihung der Hallenser Synagoge recht herzlich ein, gemeinsam die 

 

Hallenser Jüdischen Kulturtage 2013

zu feiern.

Vom 30. September bis zum 10. Oktober 2013 finden an verschiedenen Veranstaltungsorten Konzerte, Vorträge, Rundgänge zur jüdischen Geschichte der Stadt, ein Tanzabend und ein Workshop statt. Die Veranstaltungen gestalten Gäste aus dem In- und Ausland.

Die Hallenser Jüdischen Kulturtage 2013 werden gemeinsam durchgeführt vom Freundeskreis Leopold Zunz Zentrum e.V., dem Cultour-Büro Halle und Andreas Schmitges in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, derJüdischen Gemeinde zu Halle (Saale), K.d.ö.R, dem Studierendenrat der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dem Zentralrat der Juden in Deutschland. Mit Förderung durch die Stadtbibliothek Halle, das Stadtmuseum Halle, die Stiftung Händel-Haus, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und die Stadt Halle an der Saale.

Programm:

Montag, 30.09.2013:

Eröffnungskonzert „simkhat hanefesh“ (Freude der Seele), Jüdische Musik der Renaissance und des Barock
Jiddische Lieder der Zeit von 1500-1800
Mit James Hewitt (Barockvioline), Diana Matut (Gesang, Flöten), Nora Thiele (Perkussion, Glocken, Colascione), Erik Warkenthin (Laute, Theorbe, Barockgitarre), Dietrich Haböck (Viola da Gamba)
„simkhat hanefesh“ wurde im Jahr 2008 gegründet und widmet sich der jüdischen Musik der Renaissance und des Barock mit dem besonderen Schwerpunkt „Jiddisches Lied von 1500-1800“. Das Ensemble ist mit Spezialisten der Alten Musik besetzt. Im Vordergrund steht die historisch informierte Aufführungspraxis verbunden mit aktiver Forschungsarbeit zum altjiddischen Lied.
Seit seiner Gründung brachte das Ensemble bereits dutzende wiederentdeckte jiddische Lieder zu Gehör. In frischen und lebendigen Arrangements lässt das Quintett viel Raum für Improvisation und lebendige Kommunikation.
Website: www.simhane.com
Ort: Händelhaus, Große Nikolaistraße 5, 06108 Halle (Saale)
Zeit: 19.30 Uhr
Karten von EUR 12,35 bis EUR 16,75 an allen bekannten Vorverkaufsstellen und über www.cultour-buero-herden.de
Dienstag, 1.10.2013:

Vortrag Anton Hieke: „Die Jüdische Geschichte Savannahs, 1733-2013 – Halles Partnerstadt in Georgia, USA“
Savannah ist die Partnerstadt Halles an der Saale. Die dortige jüdische Gemeinde wurde bereits 1733 gegründet und ist damit eine der ältesten jüdischen Gemeinden in den Vereinigten Staaten. Dieser Vortrag bietet einen Überblick über die Geschichte der amerikanischen Südstaaten aus jüdischer Perspektive.
Anton Hieke hat an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Fach Amerikanistik promoviert. Er ist spezialisiert auf die jüdische Geschichte der Vereinigten Staaten mit einem persönlichen Schwerpunkt auf den Südstaaten. Zu seinen Veröffentlichungen zählt u.a. Jewish Identity in the Reconstruction South: Ambivalence and Adaptation (2013).
Ort: Stadtbibliothek, Salzgrafenstraße 2, 06108 Halle (Saale)
Zeit: 18.00 Uhr
Eintritt: EUR 3,-
Mittwoch, 2.10. 2013:

„Tantshoyz!“: Klezmer-Tanz-Abend zum Mittanzen mit Live-Musik von „A Tickle In The Heart (Köln) & Deborah Strauss (New York)”

Es soll ja noch Leute geben, die nicht wissen, dass Klezmer-Musik vor allem Tanz-Musik ist! Diesen und allen Tanzwilligen verspricht Köln’s Klezmer-Band „A Tickle In The Heart“ mit der New Yorker Violonistin Deborah Strauss einen beschwingten, lustigen und bewegungsreichen Abend. Die Tanzmeister Andreas Schmitges und Deborah Strauss gehören zu den gefragtester Dozenten für jiddische Tänze. Sie unterrichten regelmäßig bei den großen Festivals und Workshops zu jiddischer Musikkultur wie KlezFest London, Klezmer-Paris, KlezKamp New York, KlezKanada und dem Yiddish Summer Weimar.
Jiddische Volkstänze zeichnen sich nicht durch komplizierte Schrittfolgen aus, es geht vielmehr um Gemeinschaft, „simkhe–feel“ und den Spaß an Paar-, Kreis- und Kettentänzen zu grooviger und wunderschöner jiddischer Instrumentalmusik!
Klezmer-Tanz-Abend zum Mittanzen. Keine Vorkenntnisse und keine Tanzpartner erforderlich. Soweit notwendig, werden diese vor Ort „vermittelt“.

Website: www.fidlroyz.com
Ort: Volkspark, Schleifweg 8a, 06114 Halle (Saale)
Zeit: 19.30 Uhr
Karten zu EUR 8.- / erm. EUR 5.- an der Abendkasse. Reservierungen unter info@juedischekulturhalle.de

Donnerstag, 3.10.2013 tagsüber:

Workshop jiddische Lieder und Klezmer-Musik mit internationalem Dozententeam aus New York, Israel/Ukraine und Deutschland

Mit Deborah Strauss (Violine; New York), Svetlana Kundish (Gesang; Israel/Ukraine), Bernd Spehl (Klarinette; Köln), Thomas Fritze (Bass, Gitarre, Perkussion; Köln) und Andreas Schmitges (Gitarre, Mandoline, Tanz; Halle/Köln)
Dieser Workshop ist ausgelegt für gute Instrumentalisten und Sänger aller Altersstufen. An diesem Tag wollen wir uns intensiv mit jiddischer Vokal- und Instrumentalmusik (Klezmer) beschäftigen. Wir werden teilweise nach Gehör und teilweise mit Noten arbeiten. Wenn ihr und Sie euer Instrument gut spielt oder gut singen könnt und Lust auf neue und spannende Musik habt, dann ist dieser Workshop mit einigen der bekanntesten VertreterInnen der internationalen Klezmer-Szene aus den USA, Israel und Deutschland genau das Richtige! Am Abend können wir dann das Gelernte gleich bei einer Jam-Session ausprobieren. Allen wird die Teilnahme am „Tantshoyz“ am Vorabend empfohlen, da Tanz und Tanzmusik ein wichtiger Bestandteil der jiddischen Musik sind. Der Preis für das „Tantshoyz“ ist im Preis für den Workshop inbegriffen.

Ort: Institut für Musik der MLU, Kleine Marktstraße 7, 06108 Halle (Saale)
Zeit: 10.00 – 13.00 Uhr; 15.00-18.00 Uhr
Teilnahmegebühren: EUR 12.- / erm. EUR 10.- (incl. Besuch des „Tantshoyz“ am Vorabend)
Anmeldung unter info@juedischekulturhalle.de
Donnerstag, 3.10.2013, abends:

„Jam-Session Klezmer & jiddischer Lieder“
Für alle Fans und Liebhaber jiddischer Musik, egal ob als Zuhörer oder Musiker. Bei einer Jam-Session weiß man vorher nie, was passiert. Wer will, bringt ein Instrument mit und dann wird musiziert und gesungen. Man trifft sich und genießt die Musik. Also, kommen Sie vorbei!

Website: www.brohmers.de
Ort: Café Brohmers am Reileck, Bernburger Str. 9, 06108 Halle (Saale)
Zeit: 20.00 Uhr
Eintritt frei
Freitag, 4.10.2013:

Schabbat-Abend mit Einführung durch Rabbiner Kahanovsky und Kantor Zemsky

Der Schabbat ist der wichtigste Feiertag im Judentum. Er beginnt bereits am Vorabend, also am Freitag-Abend, mit einem Gottesdienst. Sie haben die Möglichkeit, diesem Gottesdient beizuwohnen und können vorher eine Einführung zu den wichtigsten religiösen Gebräuchen und Regeln erhalten. Männliche Besucher jeden Alters werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.

Ort: Synagoge in der Humboldtstraße 52 (am Wasserturm)
Zeit: 18.00 Uhr
Die Sitzplätze in der Synagoge sind begrenzt. Um Anmeldung wird gebeten unter info@juedischekulturhalle.de
Samstag, 5.10.2013:

Vortrag und Podiumsdiskussion „Halle an der Saale: Jüdische Geschichte und Gegenwart“
Vortrag Leonard Becker: „Die Jüdische Geschichte in Halle an der Saale: Eine Einführung“

Die jüdische Geschichte Halles ist fast so alt wie die Stadt selbst. Bereits vor der ersten Jahrtausendwende werden Juden in Halle erwähnt; um 1200 die erste Synagoge und der erste Friedhof. Der Vortrag ist eine Einführung in die über tausendjährige jüdische Geschichte der Stadt Halle an der Saale. Er nimmt Sie mit auf einen gedachten Rundgang zu Orten, die vom jüdischen Leben im alten Halle erzählen. Zugleich ist dieser Vortrag eine Einführung zur darauffolgenden Podiumsdiskussion zum jüdischen Leben im neuen Halle seit 1990.
Leonard Becker, ist Student der Judaistik/Jüdischen Studien und Islamwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Podiumsdiskussion/Gesprächsrunde unter der Leitung von Olga Goldenberg
Das jüdische Leben in Mitteldeutschland erfuhr in den vergangenen beiden Jahrzehnten einen rasanten Aufschwung. Allein in Halle an der Saale sind heute fast eintausend Juden in Gemeinden organisiert. Ein sehr großer Anteil der Gemeindemitglieder wurde außerhalb Deutschlands, vor allem in der damaligen Sowjetunion geboren. Sie sind die Pioniere eines neuen Abschnittes der jüdischen Geschichte Mitteldeutschlands. Im Zuge dieser Podiumsdiskussion/Gesprächsrunde sprechen wir über die Erfahrungen in der alten Heimat, die ersten Schritte in der neuen und die jüdische Gegenwart in Halle an der Saale. Die Podiumsdiskussion schließt an den Vortrag zur Jüdischen Geschichte der Stadt an.
Olga Goldenberg, M.A., wurde in Leningrad geboren. Sie ist Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Soziologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 2011 veröffentlichte sie Neubeginn in der Fremde: Lebenssituation und Identitätskonstruktionen jüdischer Migranten aus der ehemaligen UdSSR.
Ort: Löwengebäude der MLU, Hörsaal XIII
Zeit: 20.00 Uhr
Eintritt EUR 3,-

Sonntag, 6.10.2013 Tagsüber:

Führungen „Jüdisches Halle“

Führung 1 mit René Zahl: Stadtführung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde zu Halle
Beginn: 10:00
Dauer: 1,5-2 h (je nach Wegezeit)
Treffpunkt: Ehemaliges Physikinstitut am Friedemann-Bach-Platz 6
Bitte beachten Sie: Es wird eine Strecke von 3 km zu Fuß zurückgelegt.
Die Stadtführung bietet einen Einblick in die Geschichte der seit etwa 1000 n. Chr. in Halle bestehenden jüdischen Gemeinde. Beleuchtet werden die geschichtlichen Aspekte vom Mittelalter ausgehend bis in die heutige Zeit. An der Moritzburg startend, gehen wir über
den Jägerplatz, die Breite Straße und kehren über den Markt bis zur Gedenkstätte am Jerusalemer Platz zurück

.
Führung 2 mit René Zahl: Führung durch die Synagoge und über den historischen jüdischen Friedhof
Beginn: 13:30
Dauer: 1,5 h
Treffpunkt: Eingang zum Friedhofsgelände in der Humboldtstraße 52 (am Wasserturm)
In der Humboldtstraße befindet sich die heutige Synagoge der jüdischen Gemeinde (als Gotteshaus 1953 eingeweiht) sowie der historische jüdische Friedhof der Stadt Halle. In der Führung werden zuerst die jüdischen Bestattungstraditionen sowie der Friedhof selbst vorgestellt. Im Anschluss besichtigen wir die Synagoge der Hallenser Gemeinde und sprechen über deren Aufbau, Geschichte und Nutzung. Alle männlichen Besucher werden gebeten, während der Führung eine Kopfbedeckung zu tragen.
Teilnahmegebühr: EUR 3.- für eine Führung, EUR 4,50 für beide Führungen
Sonntag, 6.10.2013, nachmittags/abends:

Konzert „Voices of Ashkenaz“ (USA, Israel, Deutschland) – Konzert mit jiddischen und deutschen Volksliedern einer gemeinsamen Tradition
Mit Svetlana Kundish (Ukraine/Israel; Gesang), Deborah Strauss (USA; Violine, Gesang), Thomas Fritze (Köln; Kontrabass, Gitarre, Gesang), Andreas Schmitges (Halle/Köln): Gitarre, Mandoline, Gesang
„Eine Global-Kooperation, die wunderschöne Früchte trägt.“ (Fürther Nachrichten vom 11.03.2013)
„East meets West“ bekommt durch das Ensemble „Voices of Ashkenaz“ eine neue Dimension! Die MusikerInnen aus den USA, der Ukraine/Israel und Deutschland widmen sich in atmosphärisch reichen Klängen einem neuen Crossover: jiddischen Liedern und ihren deutschen Parallelen.
Viele jiddische und deutsche Volkslieder haben gemeinsame Wurzeln im „Aschkenas“ (hebr. für Deutschland) der Renaissance. Das vielgereiste Ensemble bringt nun dieses Repertoire zum ersten Mal seit hunderten von Jahren wieder zusammen und nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise hinein in zwei Kulturen, die sich so nah sind, und manchmal so fern scheinen. In ihren Liedern finden sie sich wieder.
Die Mitglieder des Ensembles setzen sich aus Teilen des bekannten Klezmer-Trios A TICKLE IN THE HEART sowie der US-amerikanischen Violin-Virtuosin Deborah Strauss und der ukrainisch/israelischen Sängerin Svetlana Kundish zusammen, die mit beeindruckender und wundervoller Stimme in allen Sprachen singt.
Die „Voices of Ashkenaz“ werden alles, was Sie über jiddische und deutsche Volkslieder zu glauben wissen, auf den Kopf stellen. Ein Erlebnis und auf vielen Ebenen eine Premiere, die Sie nicht verpassen sollten!
Website www.ashkenaz.eu
Ort: Ulrichskirche, Christian-Wolff-Straße 2, 06108 Halle (Saale)
Zeit: 16.00 Uhr

Karten von EUR 12,35 – EUR 18,95 an allen bekannten Vorverkaufsstellen und über www.cultour-buero-herden.de
Das Konzert am 6.10.2013 wird freundlicherweise vom Zentralrat der Juden in Deutschland im Rahmen des Kulturprogramms gefördert.
Montag 7.10.
Vortrag von Dr. Bernd G. Ulbrich: „Geschichte der Juden in Anhalt vom 17. Jahrhundert bis 1933“

Merkantilistisches Interesse der Landesfürsten sorgte im 17./18. Jahrhundert für eine bemerkenswert dichte Ansiedlung von Juden im Kleinstaat Anhalt. Der Vortrag behandelt die sozialen, ökonomischen, rechtlichen und religiös-kulturellen Dimensionen dieses regionalen Judentums und ihren Wandel infolge der Aufklärungs- und Emanzipationsepoche. Er macht zudem auf Persönlichkeiten und Institutionen des anhaltischen Judentums von überregionaler Bedeutung und Ausstrahlung aufmerksam: Reformrabbiner wie Samuel Hirsch, Philosophen wie Hermann Cohen, Reformschulen wie die Dessauer Franzschule u.a.
Bernd G. Ulbrich, Jahrgang 1954, ist promovierter Philosophiehistoriker und forscht und publiziert hauptsächlich zur Regionalgeschichte von Anhalt und zur Geschichte des Judentums. Er engagiert sich in der Moses Mendelssohn Gesellschaft Dessau, im Verein für Anhaltische Landekunde, in der Dessauer Moses Mendelssohn Stiftung zur Förderung der Geisteswissenschaften und weiteren Gremien. Er veröffentlichte u.a.: Hermann Cohen: Ein Lesebuch (mit Albrecht Lindemann, 2012); Personenlexikon zur Geschichte der Juden in Dessau (2009); Nationalsozialismus und Antisemitismus in Anhalt: Skizzen zu den Jahren 1932 bis 1942 (2005); Einblicke: Zwölf Essays und eine Ausstellung zur Geschichte der Juden in Anhalt (2004); Dichter in Anhalt: Ein Lesebuch zur Literaturgeschichte (2002); Erinnerungen an Anhalt: Memoiren aus drei Jahrhunderten (2000)
Ort: Löwengebäude der MLU, Hörsaal XIII
Zeit: 18.30 Uhr
Eintritt: EUR 3.-

Dienstag, 8.10.2013 und Mittwoch, 9.10.2013
Piero Terracina, Italien
Vortrag (8.10.): „Gesellschaft und Bewegung“
Ort: Graduiertenschule Halle, Reichardtstraße 6
Zeit: Pressemitteilung
Ausstellungseröffnung (9.10.): „Warum Piero Terracina sein Schweigen brach: Von Rom nach Auschwitz — Bericht eines Zeitzeugen“
Ort: Foyer des Juridicums der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Zeit: 10.00 Uhr
Piero Terracina, geb. 1928, wurde im Mai 1944 mit seiner Familie von Rom nach Auschwitz deportiert. Er allein hat das Lager überlebt. Heute lebt er in Rom. Für diese Ausstellung steht – in Bild und Wort – was Piero Terracina uns als Überlebender zu sagen hat. Ein Mensch im Spannungsfeld seiner Vergangenheit und seiner Güte und Liebe zum Leben soll nahegebracht werden. Er macht deutlich, wie kostbar und unantastbar das Leben eines jeden ist und war. Hinter jeder Forschung, jedem Bericht, jedem Bild steht ein konkreter Mensch in seiner Einmaligkeit, Großartigkeit, aber auch Einsamkeit. Darum soll es vor allem im Vortrag und der Ausstellung gehen.
Gleichzeitig wird der begleitende Bildband Warum Piero Terracina sein Schweigen brach präsentiert. Dem Band ist als CD der Hörfunkbeitrag „Von Rom nach Auschwitz“ beigefügt.
Donnerstag 10.10. Vortrag Guntram Seidler: „Die Geschichte der jüdischen Loge Germania II No. 335“

Das neunzehnte Jahrhundert war die Hochzeit der sogenannten Geheimgesellschaften. 1843 gründete sich in New York der Unabhängige Orden B’nai B’rith (Söhne des Bundes), eine Art jüdische Freimaurerorganisation. Ausgehend von Amerika gründeten sich in den folgenden Jahrzehnten Logen überall auf der Welt. Die Hallenser wurde als zweite deutsche Loge 1882 unter dem Namen Germania II, (Logennummer) 335, gegründet. Sie hatte ihren Sitz in der Magdeburgerstraße 66. Dieser Vortrag bietet eine Einführung in die jüdische Logengeschichte in Halle an der Saale.
Guntram Seidler, ist Ehrenmeister vom Stuhl der Loge „Fünf Thürme zum Salzquell“ und Chronist der Logengeschichte in Halle und Umgebung. Er veröffentlichte u.a. Die Geschichte der Eisleber Johannisloge „Zum aufblühenden Baum“: 1816 – 2011 (2011) und Der Jägerberg:
vom Logenpalast, Tschernyschewskij-Haus bis zum Leopoldina-Hauptgebäude (2009).
Ort: Stadtmuseum, Große Märkerstraße 10, 06108 Halle (Saale)
Zeit: 19.30 Uhr
Eintrittspreis: Museumseintritt i.H.v . EUR 2,10 und (erm.) EUR 1,30
Ausstellungen:
„Synagogen in Sachsen-Anhalt und Georgia: Gestern und Heute“
Anlässlich der Hallenser Jüdischen Kulturtage 2013 zeigt das Zentrum für USA-Studien (ZUSAS) die Fotoausstellung „Synagogen in Sachsen-Anhalt und Georgia“. Sie findet im Institut für Anglistik-Amerikanistik, Dachritzstraße 12, 2. Stock, Raum 215, statt. Gezeigt werden historische und aktuelle Synagogengebäude im „Partnerstaat“ Georgia im amerikanischen Süden und in Sachsen-Anhalt.
Ort: Institut für Anglistik-Amerikanistik, Dachritzstraße 12, 2. Stock, Raum 215
Zeit: 23. September bis 18. Oktober 2013
„Die Träume und Realität: Bilder von Izabella Zakharova”
Izabella Zakharova wurde in einer der schönsten Hafenstädte der Welt geboren: in Odessa als Kind im Herzen dieser Stadt. Sie absolvierte die Musikschule und ihr Studium als Physikerin und lehrte Physik. Mit ihrem Sohn , der heute schon in München die TU absolviert hat, kam sie nach Deutschland. Sie schloß ihr zweites Diplom an der MLU Halle erfolgreich ab. Ihre Leidenschaft gilt nicht nur der Malerei, sondern auch dem Tauchen. Izabella Zakharova ist schon ein interessanter Mix.
Freuen sie sich darauf, sie mit ihrer Ausstellung „Die Träume und Realität“ kennen zu lernen.
Ort: Ulrichskirche, Christian-Wolff-Straße 2, 06108 Halle (Saale)
Zeit: 23. September bis 18. Oktober 2013

Quelle: Ulf  Herden