Die „Grünen“ zum Zustand des Grundwassers in Sachsen-Anhalt

(c) Bündis 90/Die Grünen April 2014
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Bündnis 90 / Die Grünen äußern sich zum Zustand des Grundwassers in Sachsen-Anhalt:

42,3 Prozent der Grundwasserkörper sind in einem schlechten chemischen Zustand. Dies geht aus einer Kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hervor. Die Vorsitzende der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Prof. Dr. Claudia Dalbert, und die naturschutzpolitische Sprecherin der bündnisgrünen Bundestagsfraktion, Steffi Lemke, sagen dazu:

Dalbert:

„Die Zahlen zeigen, dass die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie verfehlt werden. Ich erwarte von der Landesregierung von Ministerpräsident Reiner Haseloff, dass sie sich für eine Düngemittelverordnung einsetzt, mit der die Nitratwerte wirksam gedrosselt werden können.“

Auch bei den Oberflächengewässern sieht Dalbert Anlass zur Kritik:

„Die Chlorid-Werte der Fließgewässer in Sachsen-Anhalt sind teilweise sehr hoch. Dies ist zu einem gewissen Anteil natürlich, etwa in der Saale. Allerdings bereitet mir der hohe Salzgehalt der Elbe Sorgen. Bei Magdeburg hat die Elbe einen Salzgehalt von 298 Milligramm je Liter. Damit liegt der Wert deutlich über dem, was für die neue Oberflächengewässerverordnung vorgeschlagen wurde. Für Chlorid wurden 200 Milligramm je Liter als oberste und gerade noch vertretbare Grenze empfohlen. Sachsen-Anhalt möchte diesen Grenzwert gestrichen wissen. Mit diesem durchsichtigen Manöver möchte sie es der Firma K+S ermöglichen, mehr salzhaltige Abwässer in der Elbe zu entsorgen – genau das gefährdet unser ökologisches Tafelsilber, die Elbe.“

Lemke:

„Sachsen-Anhalts Gewässer sind dreckig. Das hat verheerende Folgen für Mensch und Natur: Die Qualität unseres Trinkwassers ist in Gefahr, wenn bei 22 Prozent der Grundwasserkörper Pestizide gefunden werden. Die hohen Belastungen mit Pestiziden und Düngemitteln zerstören die Natur an Seen und Flüssen. Die Landesregierung muss jetzt handeln, um die Verschmutzung der Natur durch die Landwirtschaft zu beenden.“

Quelle: Bündni90/Die Grünen