Der lange Weg nach Kamtschatka

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francke2Bei einer Veranstaltung der Internationalen Georg-Wilhelm-Steller-Gesellschaft e.V. in den Franckeschen Stiftungen zu Halle am 10. März können sich die Anwesenden auf den Spuren des Naturforschers Georg Wilhelm Steller (1709-1746) bewegen.  Anlässlich seines Geburtstages wird das Radiofeature von Cornelia Klauß  vorgestellt:

„Wo der Osten endet, am äußersten Rand Russlands, erhebt sich eine einzigartige Vulkanlandschaft aus der Tundra: Kamtschatka, eine Halbinsel aus Feuer und Eis. Erforscht wurde die Gegend im
18. Jahrhundert vom Universalgelehrten Georg Wilhelm Steller. …“

Georg Wilhelm Steller, gebürtiger Franke, studierte Theologie in Wittenberg und kam als Informator am Halleschen Waisenhaus August Hermann Franckes, in Leipzig und Jena mit der Russlandforschung in Berührung. Auf abenteuerlichen Wegen zog es ihn in das Zarenreich. Von Petersburg aus ging er als Mitglied der Großen Nordischen Expedition (1733-1743) unter Vitus Bering nach Ostsibirien. Als einer der ersten Europäer beschrieb Steller das Leben der Ureinwohner Kamtschatkas, machte dort zahlreiche botanische Entdeckungen. Als einziger Wissenschaftler sah er die nach ihm benannte Stellersche Seekuh, die alsbald von Pelzjägern ausgerottet wurde.

Auch heute begeben sich immer wieder Deutsche auf seine Spuren. Etwa der Dresdner Maler und Ornithologe Ullrich Wannhoff und seine Begleiter. Sie erleben und erforschen eine menschenfeindliche Wildnis und erfahren – wie einstmals Steller -, dass in dieser unwirtlichen Gegend nur überleben kann, wer die Gesetze der Natur kennt und achtet.

Der lange Weg nach Kamtschatka
Auf den Spuren des Naturforschers Georg Wilhelm Steller (1709-1746)
Sonntag, 10. März 2013, 15 Uhr | Englischer Saal | Eintritt frei

Quelle: Franckesche Stiftungen