DB Regio in Mitteldeutschland mit neuer Struktur und Führung

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Wegen der veränderten Wettbewerbs-bedingungen im mitteldeutschen Raum hat sich die Deutsche Bahn AG entschlossen, mit einer neuen Struktur und Führung den veränderten Rahmenbedingungen zu entsprechen. So möchte man weiterhin im Markt erfolgreich sein. Organisation und Produktion der Regio Südost mit ihren bisher vier Verkehrsbetrieben wurde an die bestehenden Verkehrsverträge angepasst:

Mit einer Doppel-Führungsspitze für das jeweilige Marktgebiet und Produktmanagement wird der direkte Kontakt zu den Aufgabenträgern und die qualitätsgerechte Erfüllung der Verkehrsverträge sowie die schnelle Reaktion auf aktuelle Besteller- und Markterfordernisse gewährleistet.
Im Großraum Leipzig/Halle vertreten Stephan Naue als Leiter Marktgebiet und Frank Bretzger als Leiter Produktmanagement die Interessen von DB Regio. „Als Leiter des Marktgebietes trete ich für alle Belange der DB Regio ein und pflege den Kontakt zu den Aufgabenträgern, insbesondere zum Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig, während mein Kollege Bretzger intern dafür sorgt, die Verpflichtungen aus dem Verkehrsvertrag erfüllen“, erläutert Naue. Schwerpunkt im Verantwortungsbereich der Doppel-Führungsspitze ist die S-Bahn Mitteldeutschland, deren Netz Ende dieses Jahres erweitert und angepasst wird. Verlängert wird die S2 Gaschwitz–Leipzig Hbf. (tief)–Bitterfeld bis Dessau. Die S3 wird zukünftig von Halle über Schkeuditz kommend bis nach Geithain verkehren und so Halle und die Gewerbestandorte im Leipziger Norden direkt an den Leipziger Süden anbinden. Zusätzlich wird jede zweite Fahrt der S3 bedingt durch die Bauarbeiten im Knoten Halle in den kommenden zwei Jahren bis nach Halle-Trotha durchgebunden und damit zusammen mit dem HEX den Nordast der bisherigen S7 bedienen.

„Die S-Bahn Mitteldeutschland bleibt in punkto Fahrgastzahlen, Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit ein Erfolgsmodell“, schätzt Naue die vergangenen anderthalb Betriebsjahre ein. Wurden im ersten Halbjahr 2014 am Tag durchschnittlich 54.000 Fahrgäste befördert, stieg die Zahl im zweiten Halbjahr auf knapp 57.000 Reisende. Auch bei der Kundenzufriedenheit belegt diese S-Bahn Spitzenwerte: Die Gesamtzufriedenheit bewerteten die Fahrgäste bei einer repräsentativen Befragung des IPSOS-Instituts mit 79 von 100 möglichen Punkten. „Diesen sehr guten Wert verdanken wir vor allem unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich täglich aufs Neue für pünktliche sowie saubere Züge und Stationen einsetzen“, ist sich Bretzger sicher. Auch die Pünktlichkeit wird mit 75 Punkten eingeschätzt, die Freundlichkeit der Kundenbetreuer sogar mit 82.

„Ein wenig getrübt wird diese positive Bilanz durch die zahlreichen Streiks in den vergangenen Monaten sowie Schwierigkeiten bei der Fahrzeugverfügbarkeit und daraus folgende Überbesetzungen. Mittlerweile haben wir die technischen Probleme aber weitgehend im Griff“, verspricht Bretzger. Als Reaktion auf die starke Nachfrage zwischen Halle und Leipzig werden derzeit in Absprache mit den zuständigen Aufgabenträgern Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) und Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) Möglichkeiten für eine weitere Entlastung der Linien S3 (Leipzig-Stötteritz–Leipzig Hbf. (tief)–Schkeuditz–Halle (Saale)) und S5X (Zwickau–Altenburg–Leipzig Hbf. (tief)–Leipzig/Halle Flughafen–Halle (Saale)) geprüft.

Quelle: Deutsche Bahn