Das Märchen vom gleichen Lohn für gleiche Arbeit

ebert stiftungDie Friedrich-Ebert-Stiftung lädt am am Mittwoch, dem 24. April 2013, in die Georg-Friedrich-Händel Halle in Halle (Saale) ein. In einer Podiumsdiskussion geht es um das Thema  „Das Märchen vom gleichen Lohn für gleiche Arbeit“.

Zum Hintergrund:
Das deutsche Grundgesetz und die Grundrechtecharta der EU schreiben die Gleichbehandlung von Männern und Frauen beim Arbeitsentgeld vor – warum liegen dann die Lohnunterschiede im Durchschnitt auch heute noch bei 23%? Die Ursachen für die Lohnungleichheit  sind vielfältig: auch wenn Frauen mittlerweile über gleichwertige Bildungsabschlüsse wie Männer verfügen und in Schule und Universitäten meist bessere Abschlüsse machen, findet man sie kaum in den Entscheidungsgremien und höher dotierten Besoldungsgruppen – nicht nur in der Wirtschaft, sondern oft auch im öffentlichen Dienst. Trotz der wachsenden Zahl junger Väter, die Erziehungsurlaub in Anspruch nimmt, sind es weiterhin vor allem die jungen Frauen, die ihre Berufstätigkeit unterbrechen, um sich, zumindest in den ersten Jahren, um die Kinder zu kümmern. Für viele wird die Familienpause dann zum langjährigen Karriereknick, denn häufig müssen Mütter in Teilzeit arbeiten, oder sich beruflich neu orientieren und Stellen in geringeren Lohngruppen annehmen.

Astrid Becker, Leiterin des Landesbüros der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen-Anhalt, begrüßt die Teilnehmer,  Frau Prof. Dr. Angela Kolb, Ministerin für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, referiert  zum Stand der Entgeldungleichheit in Sachsen-Anhalt. Anschließend werden Statements zum Thema von Kay Senius, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, Klemens Gutmann, Präsident der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände Sachsen-Anhalt e.V., Udo Gebhard, Vorsitzender des DGB Sachsen-Anhalt und Manuela Knabe-Ostheeren, Geschäftsführerin des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt e.V. abgegeben. . Anschließend besteht die Möglichkeit, zu diesem Thema eigene Fragen und Anregungen mit einzubringen und an der Diskussion teilzunehmen.

Das Märchen vom gleichen Lohn für gleiche Arbeit
Mittwoch, dem 24. April 2013, um 18:00
Georg-Friedrich-Händel-Halle in Halle (Saale), Salzgrafenplatz 1, 06108 Halle (Saale)

Quelle: Friedrich-Ebert-Stiftung regional