Kunstmuseum Moritzburg will Grundschülern mit Sammelmappe die Tür ins Museum öffnen

Am Dienstag stellten die Mitarbeiter rund um Dr. Katja Schneider, Direktorin  vom Kunstmuseum Moritzburg Halle und Vertreter der HTWK Leipzig, unter ihnen Dr. Gisela Weiß,  Professorin für Museumspädagogik (Foto)   ihr gemeinsames Projekt  vor. Die  Sammelmappe gibt Lehrern erstmals in kompakter Form einen Einblick in die  museumspädagogischen  Angebote  für Grundschüler.

Schon mehrere Jahre arbeitet das Kunstmuseum Moritzburg  mit der  Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK)  in Leipzig zusammen. Professor Gisela Weiß von der Hochschule sieht es als Glücksfall, dass  sich das Kunstmuseum  darauf eingelassen hat, die Mappe gemeinsam zu gestalten.  Ihre  Studenten wirkten im Rahmen einer Studienarbeit an dem Projekt mit.

Eine Lehrstunde im Museum kann viele Fachbereiche abdecken. Dazu gehören  Gestalten,  Ethik, Sachkunde, Mathematik, Deutsch und Musik. Wenn Formen erzählen, Farben klingen, weiße Katze auf gelbem Kissen… das sind nur einige Themen, die das Museum Lehrern und Schülern für einen Museumsbesuch während des Unterricht oder als Schulausflug anbietet. Schon bei der Entwicklung der Sammelmappe achteten die Beteiligten auf eine enge Anlehnung an den Lehrplan in Sachsen-Anhalt, um den Schulpädagogen einen engen Bezug zu bieten.

Die Atmosphäre im Museum kann Kinder animieren, den Lehrstoff  ganz neu zu erfahren.  Museumspädagogin Sigrid Reiche betont, dass schon heute ein Drittel aller Besucher während ihres Museumsbesuches fachlich betreut werden. Die Hälfte davon sind Kinder.

Wie kann man die Angebote für Schulen bündeln mit dem Leitbild des Museums im Blick, diese Aufgabe hatten die Studenten der HTWK Leipzig in ca.  fünf Monaten gemeinsam mit ihren Dozenten und den Mitarbeitern der Moritzburg zu lösen. Passende Layouts mussten gefunden werden und die Inhalte für die einzelnen Karten der Mappe vorbereitet werden.

Die 20 Angebote  der Mappe können jederzeit ergänzt werden.  Grundschulen in Halle und in den umliegenden Landkreisen werden die Mappen erhalten.  Am 29. Februar um 16 Uhr gibt es dazu eine Fortbildungsveranstaltung in den Räumen der Moritzburg. Die Museumspädagogen freuen sich auch, wenn Eltern die Schulen auf diese Angebote aufmerksam machen.  Das Angebot soll ein  Weg sein, für viele Bewohner der Region die Tür ins Museum zu öffnen. Ähnliche Mappen für Sekundarschulen  und  Gymnasien sind in Planung.

Gisela Tanner