Conny Bauer im Lochwitzer Weidengrund

Conny Bauer Foto: H.J.Paasch
Conny Bauer Foto: H.J.Paasch
Conny Bauer Foto: H.J.Paasch

Unser Autor Hans-Jürgen Paasch war zum Konzert von Conny Bauer in Lochwitz, hier sein Bericht:

Am Sonntag dem 15. November fand bei Matthias (Matjes) Augustin in Lochwitz ein herausragendes Jazzkonzert statt. Es wird doch behauptet, bei dem 1943 in Halle geborenem Jazzposaunisten handelt es sich um den besten Musiker seiner Klasse in der Welt.

Sein aktuelles Solo-Improvisations-Programm nennt sich, wie auch seine letzte Solo-CD „Der gelbe Klang“. Diese CD wurde im Erscheinungsjahr 2008 in die Bestenliste für den Preis der deutschen Schallplattenkritik im Bereich Grenzgänge aufgenommen.

Die Scheune im Lochwitzer Weidengrund ist sehr gut gefüllt. Seine einzigartige Spielweise verblüfft sofort. Nur Conny kann die Posaune mehrstimmig blasen. Dazu kommt seine einmalige Atemtechnik, die ihm erlaubt gleichzeitig zu atmen und zu spielen. Phantastisch!

Es werden immer wieder Loops live aufgenommen und wieder eingespielt. Diese untermahlen, begleiten und bestimmen sein Spiel. Dazu kommen Melodien und Rhytmen, die er mit seiner Stimme oder auf vielen anderen Wegen erzeugt. Er spielt mit seiner Posaune Töne, die ich sonst nie seinem Instrument zuordnen würde. Gleichzeitig kann ich nicht erkennen, dass etwas vorbereitet ist. Conny erzeugt die Musik live mit Posaune, Loopmaschine und Computer. Unauffällig hat er sein Display im Blick um sein Spiel zu steuern.

Nach zwei einstündigen Blöcken und einer Zugabe ist der Abend beendet. Der Besuch im Weidengrund hat sich wieder gelohnt.

 

Text und Fotos: