Bühnen Halle – neuer Aufsichtsratsvorsitzender und neuer Generalmusikdirektor

Der Aufsichtsrat der Bühnen Halle bestätigt Vertrag mit Josep Caballé Domenech als neuen Generalmusikdirektor und Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Bühnen Halle gewählt.

Der Aufsichtsrat der Theater, Oper und Orchester GmbH hat in seiner heutigen Sitzung den Oberbürgermeister der Stadt Halle, Herrn Dr. Bernd Wiegand, zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Der Aufsichtsrat der Bühnen Halle setzt sich aus dem Oberbürgermeister und Stadträten der Stadt Halle, sowie Vertretern der Arbeitnehmer der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle zusammen.

Eine weitere wichtige Personalie wurde heute festgelegt. Der Aufsichtsrat hat die Verpflichtung von Josep Caballé Domenech als neuen Generalmusikdirektor der Staatskapelle Halle bestätigt. Damit steht einer Vertragsunterzeichnung von beiden Seiten nichts mehr im Wege. Josep Caballé Domenech wird die Position des Generalmusikdirektors der Staatskapelle Halle ab der Spielzeit 2013/2014 antreten.

Vita Josep Caballé Domenech:
Er  wurde in Barcelona in eine Musikerfamilie geboren und studierte zunächst Klavier, Schlagwerk, Gesang und Geige. Dirigieren studierte er bei David Zinman und Jorma Panula beim Aspen Music Festival, bei Sergiu Comissiona und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien.
Josep Caballé Domenech gab sein Operndebüt am Liceu in Barcelona mit Vorstellungen von Mozarts „Cosí fan tutte“ Seither leitete er an diesem Opernhaus u.a. Haydns „Il mondo della luna“, Donizettis „L’esisir d’amore“, Granados „Maria del Carmen“, Donizettis „Lucia di Lammermoor“ sowie die Uraufführung der Oper „La Cabeza del Bautista“ von Enric Palomar. Er dirigierte auch Gastspiele des Liceu beim Savonlinna Festival und am La Fenice in Venedig.
Weitere Opernhäuser, an denen Josep Caballé Domenech bisher dirigierte, sind u.a. die Staatsoper Stuttgart („Le nozze di Figaro“), die Wiener Volksoper („Le nozze di Figaro“, „Carmen“, „Tosca“), das Teatro San Carlo Lissabon beim Festival ‚Figueira da Foz‘, das Oviedo Opera House und das Theater an der Wien („Luisa Fernanda“ mit Plácido Domingo und dem RSO Wien).
In Konzerten leitete Josep Caballé Domenech bisher Orchester wie das Royal Philharmonic Orchestra London, das Tonhalle Orchester Zürich, das Symphonieorchester des WDR Köln, das Swedish Radio Symphony Orchestra, das Stockholm Philharmonic, die Tschechische Philharmonie, das Münchner Rundfunkorchester, das Saarländische Staatsorchester, das Tonkünstlerorchester Niederösterreich, das Barcelona Symphony Orchestra, das Orquesta Sinfonica de Galicia, das Orchestra Sinfonica Milano Giuseppe Verdi und das New Japan Philharmonic. Er war Erster Gastdirigent des Norrköping Symphony Orchestra.
In der Saison 2010/11 standen u.a. Konzerte mit dem Royal Philharmonic Orchestra, dem Sinfonieorchester Wuppertal, der Holland Symfonia, dem Berner Symphonieorchester und dem Rundfunk-Orchester Madrid auf dem Kalender von Josep Caballé Domenech.
Zu Beginn der Spielzeit 2011/12 trat Josep Caballé Domenech seine Position als Music Director des Colorado Springs Philharmonic an. Kurz darauf folgten seine erfolgreichen Debüts an der Semperoper Dresden („Le nozze di Figaro“), der Komischen Oper Berlin („Carmen“) und am Opernhaus Bilbao („Roméo et Juliette“).
Zu Beginn der Spielzeit 2012/13 debütierte Josep Caballé Domenech beim Netherlands Radio Chamber Philharmonic im Concertgebouw. Weitere Pläne beinhalten seine Rückkehr zur Semperoper Dresden und zu den Symphonieorchestern von Bern und Barcelona sowie sein Debüt beim Orchestre National de Montpellier Languedoc-Roussillon.
Josep Caballé Domenech wurde mit dem Aspen Prize der American Academy of Conducting in Aspen ausgezeichnet. Weiter wurde er im ersten Rolex Mentor and Protégé Arts Initiative’s Cycle (2002-2003) als ‚Sir Colin Davis‘ Protégé‘ ausgewählt.

Quelle: Bühnen Halle
Foto: Saalereporter-Archiv