Brauner Terror – blinder Staat

heinrichböllstiftungDie Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt beschäftigt sich am 12.02.2013 im Rahmen einer Podiumsdiskussion, die um 19:00 Uhr im Audimax (HS 22, Universitätsplatz 1) in Halle stattfindet, mit der Aufarbeitung des NSU-Skandals und dessen Folgen.

Vierzehn Jahre lang konnte die rechtsterroristische Terrorzelle NSU in Deutschland fast unbehelligt zehn Menschen ermorden – womöglich einer der größten Skandale der deutschen Nachkriegsgeschichte. Dieses Versagen der staatlichen Sicherheitsbehörden wird bis heute parlamentarisch aufgearbeitet, wobei immer neue Fehler und unerklärliche Vorgänge innerhalb dieser Institutionen aufgedeckt werden.

Sind deutsche Sicherheitsbehörden auf dem rechten Auge blind? Gut ein Jahr nach dem Auffliegen des Zwickauer Terrortrios wollen wir Bilanz ziehen und thematisieren die öffentliche und parlamentarische Auseinandersetzung mit diesem Staatsversagen. Was sind die zentralen Erkenntnisse aus den Untersuchungsausschüssen auf Bundes- und Länderebene? Wie sahen die UnterstützerInnenstrukturen des NSU aus und welche Verbindungen gibt es zur rechtsextremen Szene in Deutschland? Und schließlich fragen wir, welche Rolle der alltägliche Rassismus in diesem Zusammenhang spielt.

Es diskutieren:
Wolfgang Wieland MdB (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Mitglied im NSU- Untersuchungsausschuss)
Martina Renner MdL (Thüringen, DIE LINKE)
Christian Fuchs (Journalist und Autor des Buches „Die Zelle“)
Katja Schlesinger (MDR Figaro, Moderation)

Die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt ist die den Grünen nahestehende politische Stiftung im Land Sachsen-Anhalt. Sie arbeitet in rechtlicher Selbstständigkeit und geistiger Offenheit und ist Teil eines bundesweiten föderalen Stiftungsverbundes aus 16 eigenständigen Landesstiftungen sowie einer Bundesstiftung.

Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung