Ballett-Premiere an der Oper – »Lulu« Tanzstück von Jochen Ulrich

Paloma Figueroa (Lulu), Dalier Burchanow (Schigolch) - Probenfotos (30.11.15): Paul Leclaire
Paloma Figueroa (Lulu), Dalier Burchanow (Schigolch) - Probenfotos (30.11.15): Paul Leclaire
Paloma Figueroa (Lulu), Dalier Burchanow (Schigolch) – Probenfotos (30.11.15): Paul Leclaire

[Foto:Paul Leclaire] Mit der Premiere des Balletts »Lulu« von Jochen Ulrich widmet sich das Ballett Rossa nach »Anna Karenina« einem weiteren Handlungsballett literarischen Ursprungs des bedeutenden Choreografen für modernes Tanztheater. Ralf Rossa, Ballettdirektor und Chefchoreograf der Oper Halle, sprach anlässlich seines Gastengagement in Linz 2012 mit Jochen Ulrich, wenige Wochen vor seinem plötzlichen Tod. Er kannte dessen choreografische Arbeiten und sicherte sich zunächst die Neueinstudierung von Jochen Ulrichs »Anna Karenina« mit dem Ballett Rossa in Halle, deren Premiere 2013 umjubelt wurde. Die erfolgreiche Bewerbung  bei TANZFONDS ERBE – einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes – ermöglichte die Neueinstudierung der Maßstäbe in der Tanzgeschichte setzenden Uraufführung von »Lulu« durch das Tanzforum Köln 1990, die auch vom WDR Fernsehen ausgestrahlt wurde. In der Oper Halle kommt nun gut 25 Jahre nach der Uraufführung dieser Meilenstein des modernen Tanzes mit dem Ballett Rossa auf die Bühne und hält das künstlerische Vermächtnis des Ausnahmechoreografen weiter lebendig. Mit Darie Cardyn konnte die Darstellerin der Kölner »Lulu« für die choreografische Einstudierung gewonnen werden. Auch die Bühnenbildnerin Kathrin Kegler und die Kostümbildnerin Marie-Therese Cramer sowie der Dirigent Hilary Griffiths des Uraufführungsteams von Köln wirken bei der halleschen Premiere wieder mit.

Jochen Ulrich erzählt »Lulu« nach Frank Wedekind mit seinem unverwechselbaren ausdrucksorientierten Tanzstil als Geschichte einer selbstbewusst mit ihrer erotischen Anziehungskraft spielenden Frau aus einfachen Verhältnissen. Alle Männer, die ihr begegnen, erliegen ihren Verführungskünsten. Indem Lulu deren Fantasien befriedigt, bringt sie ihre Liebhaber um den Verstand und treibt sie in den Tod … Die Musik des italienischen Komponisten Nino Rota, die er für Filme von Visconti und Fellini schrieb, gibt dem Ganzen eine verführerische Leichtigkeit.

Tanzstück von Jochen Ulrich | Ein TANZFONDS ERBE Projekt
Nach der Doppeltragödie »Erdgeist« und »Die Büchse der Pandora« von Frank Wedekind
Libretto von Dietlind Rank | Musik von Nino Rota, arrangiert von Hilary Griffiths
Gefördert von TANZFONDS ERBE – eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes

Karten zum Preis von (20,- bis 40,- Euro für die Premiere) und 16,- bis 34,- Euro für weitere Vorstellungen sind an der Theater- und Konzertkasse sowie an der Abendkasse (ab 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn) erhältlich.

Weitere Vorstellungen:
Mi., 30.12.2015, 19:30 Uhr | Fr., 15.01.2016, 19.30 Uhr | Sa., 23.1.2016, 19:30 Uhr | So., 31.1., 15:00 Uhr | Fr., 26.2., 19:30 Uhr | Fr., 4.3., 19:30 Uhr | Sa., 25.6., 19:30 Uhr

Quelle: Bühnen Halle
Foto: © (30.11.15): Paul Leclaire – Paloma Figueroa (Lulu), Dalier Burchanow (Schigolch)

 

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