BA investiert in Fachkräftesicherung

Rund 15 Arbeitslose kommen in Sachsen-Anhalt aktuell auf eine sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle  und trotzdem fehlen in immer mehr Branchen die Fachkräfte. „Mismatching“ – nennen Arbeitsmarktexperten den Zustand, wenn Stellenangebot und Bewerberpool nicht zusammenpassen
 „Zum einen haben sich die Anforderungen in den Berufen selbst geändert, zum anderen sind heute ganz andere Berufe gefragt als noch vor ein paar Jahren. Einer unserer konkreten Beiträge zur Fachkräftesicherung ist deshalb die zielgerichtete und am Bedarf der Wirtschaft  ausgerichtete Qualifizierung und Weiterbildung von Arbeitslosen und geringqualifizierten Beschäftigten“ erklärte der Chef der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, Kay Senius, in Halle (Saale).
 
Im vergangenen Jahr finanzierten die Jobcenter und Arbeitsagenturen zwischen Januar und September über 8.100 berufliche Weiterbildungen. Insgesamt wurden im Jahr 2012 rund 39,5 Millionen Euro allein für die berufliche Weiterbildung bereitgestellt. Dazu addierten sich noch rund 11,1 Mio. Euro für Sonderprogramme wie die Qualifizierung von Beschäftigten. „Die Arbeitsagenturen leisten damit ihren Beitrag zur Fachkräftesicherung und der strukturellen Entwicklung in Sachsen-Anhalt“ so Senius.
 
Im vergangen Jahr wurden rund 850 berufliche Weiterbildungen bei Berufskraftfahrern gefördert, bei Schweißen waren es 550 und über 100 Förderungen im Bereich der Pflege.
 

Für 2013  planen die Arbeitsagenturen und Jobcenter in Sachsen-Anhalt über 10.000 Maßnahmen zur Förderung der beruflichen Weiterbildung. Rund 44 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Hinzu kommen noch 17 Millionen aus Sonderprogrammen etwa für die Qualifizierung von geringqualifizierten Beschäftigten. Insgesamt also über 60 Millionen Euro. „Wir investieren damit in die Zukunft unserer Kunden und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Sachsen-Anhalt“ sagt Senius.

 
Im Rahmen der beruflichen Weiterbildung planen die Arbeitsagenturen und Jobcenter etwa 1.100 Förderungen bei Berufskraftfahrern, rund 1.000 Weiterbildungen im Metallbau und knapp 1.000 in der Pflege. In Verkaufsberufen sind dagegen nur rund 300 Förderungen geplant. Diese Bildungszielplanung orientiert sich dabei an den Bedürfnissen des lokalen Arbeitsmarktes. So gibt es im Metallbereich weitaus weniger Bewerber je offener Arbeitsstelle als beispielsweise im Verkauf. „Die vor Ort erstellte Bildungszielplanung ermöglicht den Arbeitsagenturen eine konkrete Prognose über die Fachkräftebedarfe am lokalen Arbeitsmarkt betont Senius die Förderpolitik der BA.
Quelle: BA regional