Außerordentlicher Parteitag der Piratenpartei Deutschland in Halle

saalereporterIn letzter Zeit war es ruhig geworden um die Piraten. Nun haben sie bei ihrem Parteitag in Halle am letzten Wochenende einen komplett neuen Vorstand gewählt, da mit dem Großteil des alten Vorstands „wegen Unvereinbarkeit in der Zusammenarbeit und unter der Belastung von Forderungen über die Arbeit aus verschiedenen Richtungen“ eine Zusammenarbeit nicht mehr möglich erschien. Das war sicher auch den erheblichen Unterschieden in der Arbeitsauffassung der einzelnen Vorstandsmitglieder geschuldet, so die Piraten.

Auszug aus der Mitteilung der Piraten:

Das die Kernforderungen der Piraten nach Netzpolitik, Bürgerrechte dabei wieder verstärkt in den Fokus rücken, wurde klar erklärt, dass dabei aber auch alle anderen für die Menschen in Deutschland wichtigen Themen wie Arbeit, Arbeitslosigkeit, Bildung, Steuern und Asyl- und Friedenspolitik  nicht außer Acht gelassen werden kann, leuchtet auch jedem Piraten ein. … 

… Mit Blick auf die kommende Vorstandswahlen im Landesverband Sachsen Anhalt hegen auch einige pragmatischen Piraten die Hoffnung das sich mit einer Vorstandswahl deutlich etwas ändert. Seit zwei Jahren verharrt der Landesverband in Agonie.

Dort wo gearbeitet wird, werden Wahlerfolge erzielt, doch in den großen Städten wie Halle, Magdeburg und Dessau, woher ein Großteil des Vorstandes stammt, werden die Aktivitäten einzelner oder kleiner Gruppen beispielsweise sich selbst in Regionalverbänden zu organisieren blockiert.

Das muss sich ändern, will die Partei wieder zu alter Stärke zurückfinden und auch dort wahrgenommen und gewählt werden zu können. Zu den Kommunalwahlen wurde das kläglich versäumt.

So wird auch diese Vorstandswahl richtungsweisend sein für die Zukunft der Piratenpartei in Sachsen Anhalt und entscheidend ob eine klassische Parteiarbeit endlich begonnen wird.

Quelle: Piraten vom Stammtisch Halle Mitte