Ausmaß der Hochwasserschäden auf halleschen Sportanlagen und Infos für Betroffene

©sr-gt
©sr-gt
©sr-gt

Der Stadtsportbund Halle informiert:

Anfang Juli wird verlautbart in welcher Form die Sportvereine unterstützt werden können. Auf dem Bürgerforum in der Leopoldina bremste man zunächst die Hoffnung der Vereine auf finanzielle Beihilfe. Ein positives Signal wurde aus dem Fachbereich Sport der Stadt Halle gesendet. „Notwendigste Investition“ können schon jetzt vorgenommen werden.
Darunter zählen zum Beispiel Reparaturen an Heizungs- und Elektroanlagen. Damit will man den Vereinen Sofortmaßnahmen ermöglichen, um den Sportbetrieb wieder aufnehmen zu können. Sollte die Stadt später finanzielle Mittel zum Wiederaufbau freigeben, sind die bis dahin durchgeführten Arbeiten förderfähig.

Konkret wird es bereits bei der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt. Alle Vereine und gemeinnützige Einrichtungen, die unmittelbar durch das Hochwasser entstandene Schäden zu beseitigen haben, die nicht von der Versicherung beglichen werden, können ab sofort formlose Anträge auf finanzielle Förderung bei der Lotto-Toto GmbH Sachsen-
Anhalt stellen. Insgesamt steht dort ein Betrag von 1 Mio. Euro als Hochwasserhilfe zur Verfügung. Formlose Anträge sind bis zum 31. Juli 2013 schriftlich zu richten an:

Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt
Hochwasserhilfe
Stresemannstraße 18
39104 Magdeburg
oder per E-Mail an:
hochwasserhilfe@sachsen-anhalt-lotto.de.
Der Antrag soll enthalten:
Beschreibung der Hochwasserschäden, wenn möglich mit Foto
Kostenschätzung
Schriftliche Erklärung, dass der Schaden nicht durch eine Versicherung gedeckt ist
Kontaktdaten (vollständige Anschrift, E-Mail, Telefon)
Nähere Auskünfte erteilen dort :
Frau Kirsten Bergmann, Tel.: 0391/ 59 63 167,
Frau Kathy Regenstein, Tel.: 0391/ 59 63 166 sowie
Frau Annett Tange, Tel.: 0391/ 59 63 165.
Der Spendenfond des Stadtsportbundes Halle e.V. füllt sich indes weiter. Vereine, die vom Hochwasser nicht betroffen sind zeigen sich solidarisch. So wird zum Beispiel der SV Union Halle-Neustadt e.V. ein Benefiz-Spiel durchführen. Der Erlös wird einem vom Hochwasser betroffenen Sportverein zu Gute kommen. Den Saalebulls boten Fans und Spieler ihrer sportlichen Konkurrenten aus Frankfurt, Kassel, Berlin und Leipzig am Wochenende ihre Hilfe an und beräumten Eisfläche, Verwaltungsgebäude und Funktionsräume.
Den Großteil der Sofortmaßnahmen organisieren Mitglieder, Vorstände und Mitarbeiter selber, zum Teil im Schichteinsatz. In Halles Süden, an der Elster rief der SV Budokai nach dem Rückzug des Wassers zu einer Aufräumaktion auf, um die schlimmsten Schäden zu beseitigen. Freunde und Partner des Vereins kamen in Gummistiefeln, mit eigenen
Reinigungsgeräten, Werkzeug, Hochdruckreinigern und packten kräftig an. „Der Hilfseinsatz unserer Vereinsmitglieder war unbeschreiblich. Dank Ihnen, werden wir alles noch schöner aufbauen können“, äußerte sich der Vorstand nach der Aktion.
In Zeiten der Not rückt man bekanntlich näher zusammen. Das gilt auch für den aktuellen Trainingsbetrieb. Sportgruppen, denen der Zugang zu ihren Trainingsstätten momentan verwehrt bleibt, finden Asyl im eigenen Verein oder bei ihren Kontrahenten aus dem Ligabetrieb. Die Reha- und Herzsportgruppen des Universitätssportvereins weichen zum
Beispiel auf das Sport- und Gesundheitszentrum in der Frohen Zukunft aus, weil der Sportplatz Ziegelwiese wegen der Hochwasserschäden bis auf Weiteres gesperrt bleibt.
Tennisspieler des USV und des HTC (beide Trainieren eigentlich auf der Peißnitzinsel) wurden auf den Sportanlagen der Sportfreunde vom TC Halle 94 e.V. im Paulusviertel und Post TSV Halle e.V. auf dem Galgenberg gesichtet. Der Sport packt zu, braucht aber finanzielle Hilfe in erheblichen Größenordnungen, um in der grünen Lunge Halles mit einem attraktiven Angebot aufwarten zu können.

Stadtsportbund Halle