Ausgestellt – Preisträger und Nominierte der GiebichenStein Designpreise der Burg

Mila Albrecht - Familie Foto©G.Tanner

[Mila Albrecht – Familie – Foto©G.Tanner] Noch bis zum 31. Oktober können sich Hallenser und Gäste in der Kunststiftung Sachsen Anhalt in Halle (Neuwerk 11) informieren, welche Werke der Hochschule Burg Giebichenstein für die GiebichenStein Designpreise nominiert wurden und wer die Preisträger sind. Die Besucher erwartet ein breites Spektrum an Ideen, die schon auf der Jahresausstellung der Burg zu sehen waren.

Es gab Preise in fünf verschiedenen Kategorien und dazu noch drei Sonderpreise. Den Preis für die Kategorie „Beste Idee / Bestes Konzept“ erhielt Mathis Hosemann (Industriedesign). In seiner Arbeit „Blind faith“ beschäftigt er sich mit der Frage, ob eine „ethische Maschine“ überhaupt vorstellbar sei und lässt einen Computer in einem Alggorithmus synthetische Religionen einschließlich dreidimensionaler Götze und Ritual berechnen.

Ausgezeichnet in der  Kategorie „Beste Kommunikation“ wurde Mila Albrecht (Editorial Design), die sich der Frage stellt:  Ist Familie noch das, was sie nie war?  Ihre Arbeit besteht aus einer fotografischen Auseinandersetzung  in Form einer Installation und einer Publikation (Foto oben). Während der Besucher durch den Grundriß einer traditionellen Wohnung wandelt, wird er dazu angeregt, über neue Formen der Familienkonstellation nachzudenken.

Gleich zwei Mal wurde Pauline Menendez (Editorial Design) ausgezeichnet. Sie erhielt den GiebichenStein Designpreis in der Kategorie „Engagiertestes Anliegen“ sowie den vom Freundes- und Förderkreis der Hochschule vergebenen „GiebichenStein der Freunde“. In ihrer Arbeit „Every third woman keeps falling down the stairs“ geht es um häusliche Gewalt und deren Verschleierung durch die Opfer selbst. Eine Publikation, die wie ein Architekturkatalog zum Thema Treppen aufgemacht ist,  eröffnet erst beim Durchtrennen der Seiten die Wahrheit über die Vorfälle der Gewalt.

Mit „Move your body“ beeindruckte Natthapong Samakkaew (Kommunikationsdesign). Er erhielt den Preis in der Kategorie „Interessantestes Experiment“. Dafür zeichnete er u.a. in einem Dark Room und konnte seine Zeichnungen dabei selbst nicht sehen. Die Ergebnisse sind um so überraschender.

Der Grassi Nachwuchspreis wurde 2018 an  Christian Andrés Parra Sànchez (Industrial Design) für die Arbeit GEGEN-STAND vergeben. Artefakte mit absurden Funktionen gehen kritisch mit den Themen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus um. Besonders erfreulich für ihn, die Culturtraeger GmbH kauft sein Werk an  und nimmt es in die Sammlung des Grassi Museums Leipzig auf. Das Stadtmuseum Halle entschied sich, die Arbeit „Sammlungen – Meteroiten“ von Sungkyung Yoon (Textildesign) für ein Jahr in seiner ständigen Ausstellung zu präsentieren. Den Preis der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt erhielten mit Cleo Dölling, Caroline Donner, Mascha Katrych, Laura Klingele, Pauline Knoll, Nele Meier, Hannah Neuß, Fritz Rahne, Lilli Reindke und Susanne Schlenther, Studierende des Spiel- und Lerndesigns. Sie überzeugten mit ihren Arbeiten zum Projekt rotieren, wirbeln, kreiseln… Phänomenologische Studien eines Spielklassikers.

Bereits zum siebten Mal wurden die GiebichenSteine vergeben. Dazu wählte eine externe Jury Arbeiten aus 21 nominierten Projekten aus. Zu dieser Jury gehörten Dr. Julia Apitzsch-Haack (Studienstiftung des deutschen Volkes, Bereich Künste), Hugo Göldner (Sozialwissenschaftler und Creative Director, Berlin), Serge Rompza (Designer und Agenturinhaber, Berlin und Oslo) und Stephan Schulz (Industriedesigner, Halle (Saale)). Die Vorauswahl der Projekte erfolgte im Juli durch hochschulinterne Auswahlkommissionen.

GiebichenStein Designpreis 2018
Ausstellungsdauer: 18. Oktober bis 31. Oktober 2018
Ort: Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle (Saale)
Öffnungszeiten: Di–Fr 14–18 Uhr, Sa, So sowie 31.10. 11–18 Uhr
Eintritt: Der Eintritt ist kostenfrei.

Social Media: Die BURG kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit den Hashtags #GDP18 und #BurgHalle.

 

Diese inspirierende Ausstellung zeigt das breite Spektrum der Studeinarbeit an der Burg und ist unbedingt einen Besuch wert.

Gisela Tanner