Äußerst erfolgreich – Pompeji Ausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle wurde zum Besuchermagneten

Gestern, am 26. August 2012, endete die Landesausstellung „Pompeji – Nola – Herculaneum. Katastrophen am Vesuv“. Unter der Schirmherrschaft des Presidente della Repubblica Italiana sowie des Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland war im Landesmuseum etwas ganz Besonderes entstanden. Hochkarätige Exponaten und das eigens für die Ausstellung erarbeitete Konzept lockten schon seit der Eröffnung am 9. Dezember 2011 zahlreiche Besucher an.

Insgesamt pilgerten rund 224.000 Besucher in das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle. So wurde die Schau zur erfolgreichsten Sonderausstellung des Museums  nach der Ausstellung rund um die Himmelsscheibe von Nebra „Der geschmiedete Himmel“ (Oktober 2004 – Mai 2005).

Die größte und umfassendste Pompeji-Ausstellung beleuchtete auf 1.300 m² und mit Hilfe von ca. 700 Funden bzw. Fundkomplexen verschiedene Aspekte des Lebens in den antiken Städten Pompeji und Herculaneum, die durch den Ausbruch des Vulkans Vesuv im Jahre 79 n. Chr. verschüttet wurden. Die Besucher erhielten aber auch einen aufschlussreichen Einblick in die bereits in der Antike fassbare Verbindung zwischen Süditalien und dem Freien Germanien sowie die herausragende Rolle historischer Persönlichkeiten Sachsen-Anhalts für die Antikenrezeption des 18. Jahrhunderts.

Völlig neuartig und wesentlicher Gesichtspunkt der eigens entwickelten Konzeption war der Ansatz, Katastrophen am Vesuv quer durch die Zeiten hindurch zu verfolgen: Vom Avellino-Ausbruch um 1.900 v. Chr., der die Bewohner der bronzezeitlichen Dörfer bei Nola überraschte, über die bekannte Katastrophe des Jahres 79 n. Chr. bis hin zum spätantiken Vulkanausbruch 472 n. Chr., dem etwa die Basilika von Cimitile mit der ältesten christlichen Wandmalerei außerhalb Roms zum Opfer fiel.

Schon  zwei Monate nach der Eröffnung konnte der 50.000. Besucher begrüßt und nicht einmal einen weiteren Monat später die Verlängerung der außergewöhnlich erfolgreichen, ursprünglich bis 8. Juni 2012 angesetzten Ausstellung sowie eine Erweiterung der Öffnungszeiten bekannt gegeben werden.

Die Ausstellung besuchten neben Bewohnern der Stadt Halle und Umgebung (etwa die Hälfte der Besucher) auch Gäste aus ganz Deutschland sowie dem europäischen und außereuropäischen Ausland. Die ausländischen Besucher repräsentierten 56 Nationen, „Spitzenreiter“ waren die europäischen Nachbarländer Österreich, Schweiz, Frankreich, Dänemark und Niederlande. Auch  Besucher aus fernen Ländern, wie beispielsweise den USA, Indien oder Island kamen zur Ausstellung. 80% der Befragten gaben an, dass die Landesausstellung der Hauptgrund für den Besuch des Landesmuseums war. Die Hälfte der Besucher war bereits zum wiederholten Male im Landesmuseum.

Die Wirtschaft in der Stadt Halle profitierte maßgeblich von dem außergewöhnlichen Erfolg und der überregionalen Anziehungskraft der Ausstellung. Wie das Stadtmarketing Halle informierte, wurde durch das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt im Auswertungszeitraum von Dezember 2011 bis Mai 2012 ein Anstieg der Übernachtungszahlen in der Stadt Halle um 9% im Vergleich zum Vorjahr festgestellt. Diese Steigerung bestätigen die Gästezahlen der halleschenTourist-Information.

Die Begeisterung der Besucher drückt sich in außerordentlich positiven Rückmeldungen auf den Besucherfragebögen und in teils geradezu enthusiastischen Einträgen im Besucherbuch der Ausstellung aus. Auch das begleitendeVeranstaltungsprogramm erfreute sich großer Beliebtheit. Gern gekauft wurde im Museumsshop der  besonders hochwertige, reich bebilderte Begleitband und das Begleitheft zur Ausstellung. „Der herausragende Erfolg der Ausstellung wäre nicht möglich gewesen ohne die Unterstützung der 26 leihgebenden Institutionen im In- und Ausland sowie der zahlreichen Partner und Förderer, die in erheblichem Maße zum Gelingen dieser außergewöhnlichen Ausstellung beitrugen."

Kooperationspartner waren  die  Soprintendenza Speciale per i Beni Archeologici di Napoli e Pompei, das  Ministero per i Beni e le Attività Culturali, dem Museo Archeologico Nazionale di Napoli und die Kulturstiftung DessauWörlitz.“

Quelle: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Foto: © Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt – Besucherandrang