Auch bei Jugendlichen geht Zahl der Arbeitslosen zurück

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Die Zahl der Beschäftigten unter 25 Jahren  („U25“) ist  in zehn Jahren um ein Drittel zurückgegangen. Noch nie gab es weniger sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Im September 2013 waren es hierzulande 66.540. Das sind 7.628 weniger als im September des Vorjahres,ein Rückgang von über 10 Prozent in Jahresfrist. Ihr Anteil an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt damit bei etwas über acht Prozent. Bundesweit ging die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten dieser Altersgruppe im gleichen Zeitraum nur um 2,7 Prozent zurück. Besonders deutlich wird die Alterung der Belegschaften im Zehn-Jahres-Vergleich: Im September 2003 gab es im Land noch 101.316 Beschäftigte „unter 25“. Der Rückgang beträgt also 34 Prozent.

„Der demografische Wandel ist eine zentrale Herausforderung für unseren Arbeitsmarkt. Wir müssen ihn aktiv gestalten und auch die positiven Effekte nutzen“, sagte der Chef der Arbeitsagenturen in Thüringen, Kay Senius. Eine positive Seite der Medaille sei, dass die Arbeitslosigkeit von Männern und Frauen unter 25 Jahren seit 2003 um über 60 Prozent zurückgegangen ist. Bundesweit ging die Zahl der arbeitslosen jüngeren Menschen im gleichen Zeitraum um 46 Prozent zurück.

Senius rief Arbeitgeber auf, auch auf diejenigen zu setzen, deren Berufsbiografie nicht immer gerade verlaufen sei – also auf die Langzeitarbeitslosen und jungen Erwachsenen unter 35 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung. „Wir tragen mit der Finanzierung von Abschlüssen und Qualifizierungen einen erheblichen Teil zur Hebung dieses Fachkräftepotentials bei “, sagte Kay Senius. Im Rahmen der Initiative „AUSBILDUNG WIRD WAS – SPÄTSTARTER GESUCHT“ hätten Arbeitsagenturen und Jobcenter mit BA-Beteiligung im vergangen Jahr rund 1.300 arbeitslosen Männern und Frauen unter 35 Jahren durch Qualifizierungsmaßnahmen mit Berufsabschluss eine zweite Chance gegeben.

Senius betonte, dass der Fachkräftebedarf langfristig ohne den Zuzug von Ausländern nicht gedeckt werden könne: „Auch wenn wir unser gesamtes Erwerbspersonenpotential erschließen, der Fachkräftebedarf lässt sich dadurch nicht decken. Sachsen-Anhalt braucht deshalb auch junge Zuwanderer aus dem Ausland oder aus anderen Bundesländern.“ Die BA-Statistik registriere zwar auch hier zu Lande einen Anstieg ausländischer Beschäftigter. Allerdings auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Insgesamt liege der Ausländeranteil an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Sachsen-Anhalt lediglich bei 1,6 Prozent, bundesweit bei 8,3 Prozent.

Quelle: BA regional

Foto: BA

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