Anekdoten rund um das Weihnachtsfest in der DDR mit Constantin Hoffmann

„Wie war eigentlich Weihnachten in der DDR?“ Auf diese Frage stieß der Journalist Constantin Hoffmann bei Recherchen in Internetforen. Vor allem junge Leute interessierte, ob dieses christliche Fest ähnlich wie in Westdeutschland gefeiert wurde, oder ob es Unterschiede gab.

Hoffmann – im Osten aufgewachsenes Pfarrerskind – beschloss, daraus ein Buch zu machen. Er befragte Menschen, die in der DDR beruflich mit Weihnachten zu tun hatten: die Pulsnitzer Pfefferküchlerin Ines Frenzel, den Lauschaer Christbaumschmuckhersteller Willi Greiner-Mai und Helga Förster-Wendt von der Firma Wendt & Kühn, die für ihre Weihnachtsengel berühmt ist.

Weiterhin sprach Hoffmann mit den Künstlern Frank Schöbel, Ludwig Güttler und Peter Schreier, mit dem Pfarrer und Bürgerrechtler Rainer Eppelmann und mit dem früheren DDR-Kulturminister Dietmar Keller.

Entstanden ist ein einzigartiger Rückblick auf das Weihnachtsfest zu einer Zeit, in der oft genug Warenmangel und ideologische Gängelung die Festtagsstimmung zu beeinträchtigen drohten.

Der Autor Constantin Hoffmann, geb. 1956 in Magdeburg, aufgewachsen in einem Pfarrhaus in der DDR, Ausreise in die Bundesrepublik im Jahr 1981. Dort Abitur und Studium zum Diplompolitologen, später als Journalist tätig. Nach dem Mauerfall kehrte er zurück in seine Heimat. Inzwischen arbeitet er als Redakteur beim Mitteldeutschen Rundfunk in Leipzig. 2009 erschien im mdv sein Titel „Ich musste raus. 13 Wege aus der DDR“, der mehrere Auflagen erreichte.

Do, 8. Dezember 2016, 19:00 Uhr
Kunstforum Halle
Bernburger Str. 8
06108 Halle

Quelle und Cover-Foto: Mitteldeutscher Verlag