Am 26./27.6 Japanische Kulturtage am Kunstmuseum Moritzburg – Am 27.6. freier Eintritt für Cosplayer im Kostüm

Moritzburg - Werk von Yayoi Kusama Foto ©G.Tanner
Moritzburg - Werk von Yayoi Kusama Foto ©G.Tanner
Moritzburg – Werk von Yayoi Kusama Foto ©G.Tanner

Die Kulturtage beginnen mit einem Studientag Japan und werden am Samstag unter dem Thema Klassische japanische Künste und Populärkultur fortgesetzt.

– Studientag Japan am Freitag, 26. Juni 2015,  10 bis 18 Uhr:

Im Rahmen der aktuellen Ausstellung „LOGICAL EMOTION. Zeitgenössische Kunst aus Japan“ am Kunstmuseum Moritzburg veranstaltet das Institut für Politikwissenschaft und Japanologie (Lehrstuhl Prof. Dr. Foljanty-Jost) in Kooperation mit dem Museum im Großen Hörsaal der Physik am Friedemann-Bach-Platz einen „Studientag Japan“. Dieser soll nicht nur den Studierenden der Japanologie, sondern auch allen anderen Interessierten die Möglichkeit geben, sich in Bezug auf aktuelle Themen und sozio-politische Hintergründe über Japan zu informieren. Dazu werden Japanwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der MLU zu verschiedenen Themen referieren (Geschichte der Deutsch-Japanischen Beziehungen, Vergangenheitsbewältigung, Werte- und Normenvermittlung in der Schule, Diskriminierung von Atombombenopfern und die Folgen von Fukushima). Zudem gibt es eine kleine Einführung in die japanische Sprache geben.

Darüber hinaus ist die Schweizer Dokumentation „Negativ: Nothing. Schritt für Schritt für Japan“ (2012) zu sehen. Darin haben die zwei Filmemacher Jan und Stephan Knüsel den Fußmarsch des Schweizer Thomas Köhler dokumentiert, der nach dem verheerenden Tsunami vom 11. März 2011 und der Atomreaktor-Katastrophe von Fukushima aus Solidarität 2900 Kilometer durch Japan lief. Es ist eine Dokumentation entstanden, in der ein Japan nach Fukushima gezeigt wird. Anders aber als in der Mehrzahl der Dokumentationen dieser Art liegt das Hauptaugenmerk auf dem Land und den Leuten, die darin leben, und dem Versuch Hoffnung zu geben. Diese beeindruckende Dokumentation wurde bisher hauptsächlich in der Schweiz und in Japan gezeigt und kaum in Deutschland. Sie bildet im Rahmen des Studientags den Abschluss der Veranstaltung, soll aber gleichzeitig auch als Ausgangspunkt für Diskussionen zu einem der wohl größten Gegenwartsprobleme in Japan dienen.

Eintritt: frei * http://www.politik.uni-halle.de/foljanty-jost/aktuelles/
Ort: Großer Hörsaal der Physik; 2. Etage des Physikalischen Instituts am Friedemann-Bach-Platz 6; (gegenüber der Moritzburg)
Ort: Großer Hörsaal der Physik; 2. Etage des Physikalischen Instituts am Friedemann-Bach-Platz 6; (gegenüber der Moritzburg)

Am Samstag, 27. Juni 2015, 10 bis 18 Uhr,  werden die Kulturtage fortgesetzt unter dem Thema Klassische japanische Künste und Populärkultur

Das Kunstmuseum Moritzburg stellt nach dem Studientag der Martin-Luther-Universität, der am Freitag, dem 26. Juni, in die Kultur und die aktuelle Lage Japans einführt, am Samstag, dem 27. Juni, klassische Künste und die Populärkultur Japans mit Gastbeiträgen der Deutsch-Japanischen-Gesellschaft Halle/Saalekreis e. V. und der BiMaCo e. V. in der Moritzburg vor. Traditionellen Künste, die vorgestellt werden, sind z. B. Kalligrafie, Origami und Teezeremonie. Besucher können sich an den Workshops beteiligen. Aber auch die Populärkultur Japans, die weltweit Einfluss auf die Jugendkultur nimmt, hat ihren Auftritt vor dem Hintergrund der aktuellen Sonderausstellung zeitgenössischen japanischen Kunstschaffens.

Das Kunstmuseum präsentiert das Phänomen des Gamings in Japan am Beispiel einer Nintendo-Wii mit Mario Kart, die gespielt werden kann. Zeichner stellen die Mangakultur Japans vor und regen zum Mitmachen an. Zu sehen ist auch der preisgekrönte Anime „5 Zentimeter pro Sekunde“ und ein weiterer Überraschungsfilm. Cosplayer finden auf der Bühne des MoritzburgOpenAirs im Hof der Moritzburg eine imposante Möglichkeit zur freien Improvisation, das historische Ambiente der spätmittelalterlichen Moritzburg bietet überdies eine fantastische Möglichkeit, tolle Fotos im Kostüm zu machen und ein Höhepunkt des Tages ist sicher die Gruppe Hakucho aus Zwickau und ihrer Bühnenshow „Tanabata”.

Das Kunstmuseum hat bei diesem Programm ganz bewusst regionale Akteure in die Programmgestaltung einbezogen, weil dadurch besonders deutlich wird, wie sehr die japanische Kunst und Kultur – trotz ihrer Exotik und Fremdheit – auch in unserer nächsten Umgebung präsent ist.

Eintritt: Alle Interessierten gelangen mit ermäßigtem Eintritt in die Sonderausstellung, die Workshops, Filme etc. selbst sind eintrittsfrei. Cosplayer im Kostüm gelangen ohne Eintritt in die Sonderausstellung!

Quelle: Kunstmuseum Moritzburg

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