Am 26. September ist Europäischer Tag der Sprachen

vdsVom Europarat wurde 2001 erstmals der Europäische Tag der Sprachen ausgerufen. Sein Ziel ist es,  zur Wertschätzung aller Sprachen und Kulturen beizutragen. Mehrsprachigkeit soll gefördert und das reiche Erbe der europäischen Sprachen bewahrt werden.  In 17 europäischen Ländern haben eine oder mehrere Muttersprachen  Verfassungsrang. Auch der Verein Deutsche Sprache (VDS) erhebt die Forderung, das Grundgesetz der Bundesrepublik um einen entsprechenden Passus zu ergänzen:

Unsere Muttersprache ist prägendes Merkmal der kulturellen Identität und grundlegende Voraussetzung für die demokratische Teilhabe. So wird es im Schlussbericht der Enquetekommission zur Kultur in Deutschland beschrieben (Bundestagsdrucksache 16/7000, Kapitel 6.5: Erhalt und Förderung der deutschen Sprache): „Mit Sprache treten Menschen in eine Form des kommunikativen Austausches miteinander, wird die demokratische Willensbildung organisiert und artikuliert. Sich in der eigenen Sprache verständigen zu können, ist essenzielle Voraussetzung für die Wahrnehmung zahlreicher Grundrechte, vor allem des Rechts der freien Meinungsäußerung und der Informationsfreiheit.“ Mit dem Beschluss des Deutschen Bundestages „Deutsche Sprache fördern und sichern“ vom 27. Juni dieses Jahres (Bundestagsdrucksache 17/14114) wurden nunmehr die politischen Weichenstellungen getätigt, um der deutschen Sprache die Bedeutung beizumessen, welche ihr als wertvolles und schützenswertes Kulturgut zukommt.

Der 26. September ist den europäischen Sprachen gewidmet. Die Europäische Union ist reich an Sprachen: Neben ihren 23 Amtssprachen zählt sie mehr als 60 Sprachgemeinschaften, in denen eine Regional- oder Minderheitensprache gesprochen wird, die es zu erhalten gilt.

Quelle: VDS-Landesregionalgruppe