Aktueller Stand der Sanierungsarbeiten im Stadtbad

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Wie der Förderverein Zukunft Stadtbad Halle informiert, erfolgen die eigentlichen Sanierungsmaßnahmen der Decke (Verstärkung der Abhänger sowie Sicherung / Sanierung des Putzes und des Lüftungsschachtes) ab der 1. Juliwoche. Als vorgezogene Baumaßnahme haben schon  jetzt die unbedingt notwendigen Baumaßnahmen zum Korrosionsschutz an den Abhängern etc. innerhalb der Decke  begonnen:

Die Planungen sind in dieser Reihenfolge notwendig, damit der internationale Designpreis zum Thema Wasser im Stadtbad stattfinden kann. Der OB hatte im Februar 2013 versprochen, dass dieser Preis und die dazugehörige Ausstellung (2,5 Wochen) in der Frauenhalle des Stadtbades stattfinden können. Die Vergabe des Preises findet am 3. Juni 2013 statt, die Ausstellung in der Frauenhalle läuft dann 2,5 Wochen. Für die Stadt aber auch für das Stadtbad ist der Designpreis eine einmalige Chance nicht nur überregionale Aufmerksamkeit auf das historische Bad als Juwel in der Stadt zu lenken. Aus diesem Grund hat sich auch der Förderverein bewusst dafür entschieden, die Planungen so zu unterstützen.

Die Arbeiten zum Korrosionsschutz innerhalb der Decke können parallel zur Ausstellung stattfinden (die eigentlichen Baumaßnahmen nicht). Auch die Ausschreibungen für das Gerüst und die eigentliche Sanierung der Decke (Verputzung und Verstärkung der Abhängung der Decke) finden in dieser Zeit statt. Sofort nach dem Abbau der Ausstellung werden die bauvorbereitenden Maßnahmen stattfinden, sodass in der ersten Juliwoche die Baumaßnahmen begonnen werden können.

Zusätzlich ergaben sich während der Untersuchungen, dass weitere Maßnahmen notwendig sind, damit in 2-3 Jahren nicht erneut die Kuppel saniert werden muss. Diese Maßnahmen sind die Erneuerung der Kuppelfenster, um eintretende Nässe, die zudem für großen Schaden an der Rabitzdecke sorgte, zu unterbinden. Auch soll das Entlüftungssystem optimiert werden, mit dem Ziel Feuchtigkeit und Chloride rauszuleiten und die Wärme zurückzuleiten – um einerseits Schädigungen durch Chloride und Feuchtigkeit zu minimieren und um andererseits die Betriebskosten, durch Wärmerückgewinnung, zu senken.

Zugleich werden auch die Fliesen in den Duschkabinen erneuert / saniert sowie die Fliesen an den Säulen gesichert. Auch diese Maßnahme ist zwingend für die Wiederinbetriebnahme der Frauenhalle notwendig.

Verzögerungen ergeben sich natürlich durch den Designpreis, aber auch dadurch, dass das Stadtbad als historisches Gebäude lange vernachlässigt wurde, sodass nach tiefer greifenden Untersuchungen nun diese Sanierungsmaßnahmen zwingend notwenig sind.

Natürlich ergaben sich auch Verzögerungen durch das zweite Gutachten. Aber das zweite Gutachten war nicht sinnlos, denn es bestätigt, dass die Frauenhalle keineswegs einsturzgefährdet ist, sodass der Designpreis stattfinden kann und sodass die Sanierungsmaßnahmen der Rabitzdecke (Aufhängungen) weniger kostenintensiv angegangen werden können.

Und das zweite Gutachten besagt auch, dass sich die Rabitzdecke (als hängende, nicht selbsttragende Deckenkonstruktionen) entgegen ihrer eigentlichen Funktion über die 100 Jahre hinweg zu einer stehende (auf den Gebäudemauern aufliegenden) sich selbsttragende Kuppel umgebildet hat. Für solche Gebäudeteile gibt es können Fördermittel aus dem Sicherungsprogramm Stadtumbau Ost akquiriert werden. Die Möglichkeit der Nutzung wird derzeit geprüft.

Der Bauzeitenplan der Firma Bauconzepte, in Abstimmung mit der Bäder Halle GmbH und der Unteren Denkmalschutzbehörde sieht als Eröffnungstermin Mitte Oktober 2014 vor. Möglichkeiten, Bauzeiten zu verkürzen werden stets geprüft.

Der Förderverein versichert, dass die beteiligten Institutionen sehr viel Engagement bei der Sanierung der Frauenhalle zeigen und an der schnellstmöglichen Umsetzung der Baumaßnahmen arbeiten.

Quelle: Förderverein Zukunft Stadtbad Halle