Aktuelle Meldungen der Stadt Halle zur Hochwassersituation

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    Stand 4.Juni 7.57 Gimritzer Damm stabilisiert

Der Sandsackverbau am Gimritzer Damm wurde in den frühen Morgenstunden abgeschlossen. Neben Kräften der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks (THW) und freiwilligen Helfern sicherten vor allem Bundeswehreinheiten die Stabilisierung des Abschnittes. Der Doppelkammerschlauch musste aufgegeben und konnte durch Sandsäcke ersetzt werden.

Im Laufe der Nacht sind dank der Firma Papenburg 100 000 Sandsäcke aus Hannover nach Halle gefahren worden. Die Sandsackbefüllstation in der Stadtwirtschaft arbeitet. Seit 7.30 Uhr geht aus auf dem Hubertusplatz/Waldkater weiter. Dort sind freiwillige Helfer willkommen.

Bürger und Bürgerinnen, die Verpflegungs-Hilfsangebote für die Einsatzkräfte anbieten wollen, wenden sich bitte an die drei Info-Service-Telefon-Nummern: 2215133, -5134 und -5140. Inzwischen sind rund 1000 Hilfskräfte im Einsatz; unter anderem Bundeswehrfeldjäger aus Leipzig, Havelberg, Feuerwehrkräfte aus dem Kreis Mansfeld/Südharz, Landsberg, DRK- und DLRG-Kräfte aus Quedlinburg und Wernigerode. THW-Kräfte werden außerdem noch aus Berlin erwartet.

Neue Einsatz-Schwerpunkte sind der Passendorfer Damm sowie das Mitteldeutsche Multimediazentrum (MMZ). Die dortige Spundwand musste aufgegeben werden. Es ist damit begonnen worden, die Garage kontrolliert volllaufen zu lassen, um ein Aufschwemmen des Gebäudes zu verhindern.

Die Sperrung der rechten Fahrspur der Bundesstraße 80 stadteinwärts wird seit 7.30 Uhr umgesetzt, um die intensive Kontrolle des Passendorfer Dammes zu gewährleisten.

Der Glauchaer Platz ist gesperrt worden. Eine Gesamtübersicht gesperrter Straßen findet sich unter www.halle.de.

Die Hallesche Verkehrs AG (Havag) musste die Straßenbahnverbindung zwischen Bahnhof und Halle-Neustadt einstellen. Ein Notfallplan ist in Kraft. Busverkehr ist eingerichtet. Die Busse fahren vom Hauptbahnhof bis Soltauer Straße und zurück. Eine zweite Linie verkehrt zwischen Hauptbahnhof über Halle-Neustadt bis nach Kröllwitz und zurück.

  • Stand 4.20 Uhr Saalepegel und Grundwasserspiegel steigen / Verstärkung durch zusätzliche Einsatzkräfte der Bundeswehr und Feuerwehr

Der Pegel der Saale hat in Halle-Trotha die Marke von 7,50 Meter erreicht und überschritten(3.30 Uhr). Zusätzliche Kräfte der Bundeswehr verstärken die bereits an den Dämmen, Deichen und anderen vom Hochwasser besonders betroffenen Abschnitten arbeitenden Einsatzkräfte. 200 Kameraden der Feuerwehr aus dem Harz werden in den frühen Morgenstunden erwartet.

Ein Schwerpunkt des Einsatzes ist der für den Hochwasserschutz von Halle-Neustadt wichtige Gimritzer Damm. Dort werden kritische Bereiche mit Sandsäcken verstärkt. 100 000 befüllte Sandsäcke aus dem Raum Hannover sind nach Halle unterwegs. Für die Arbeiten am Gimmritzer Damm steht zudem schwere Technik der Bundeswehr zur Verfügung.

Die für die Entwässerung der Neustadt verantwortliche Brunnengalerie wurde durch zusätzliche Pumpen verstärkt. Dennoch steigt der Grundwasserspiegel. Vor allem die Kellerbereiche vieler Häuser sind betroffen. Die Wohnungsgesellschaften wurden informiert und sind Ansprechpartner für die betroffenen Mieter.

Informationen zur  Hochwasserlage in der Stadt Halle erhalten die Bürgerinnen und Bürger über die Rufnummern (0345) 2215133, (0345) 221 5134, (0345) 2215140, (0345) 2215141.

Quelle: Stadt Halle