abstRAKT und AKTfigurativ – zwei neue Ausstellungen in der Moritzburg

Gleich zwei neue Ausstellungen erwarten die Besucher ab 23. Mai 2014 in der Moritzburg, abstRAKT  und AKTfigurativ, und es gibt noch mehr Neuerungen, die Werke werden zweisprachig ausgewiesen, die Besucher können bei der Auswahl eines Plakatmotivs mit entscheiden und es gibt – nun schon zum zweiten Mal – ein TweetUp. Die Ausstellung abstrAKT im Bereich Sonderausstellungen zeigt 70 Werke des Künstlers Rudolph Jahns (1896-1983), die sich zwischen abstrakter und  figürlicher Darstellung bewegen. Als Ergänzung dazu ist in der oberen Box eine kleine feine Auswahl aus den Beständen des Museums zum Thema AKTfigurativ zu sehen.

Museumsdirektor Thomas Bauer-Friedrich (Foto links) weiß an den Werken von Rudolph Jahns besonders das Wechselspiel zwischen Abstraktion und Figuration zu schätzen. Fünf Schaffens- und Lebensjahrzehnte des Künstlers – von der 20er bis zu den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts – werden in der Ausstellung abgebildet. Kuratorin der Ausstellung ist Dr. Lilly Weissweiler, die ein Stiftungsvolentariat der Rudolf Jahns Stiftung erhielt. Sie hofft, dass mit der Ausstellung der Bekanntheitsgrad des Künstlers noch gesteigert wird. Auf die Darstellung des Aktes habe Jahns sein Hauptaugenmerk gerichtet, so Weissweiler. Empfangen wird der Besucher mit einem Werk Hans von Marées „Die Unschuld“, daran schließen sich die Frühwerke des Künstlers mit futuristischen und kubistischen Zügen an, die 1920 in der absoluten Abstraktion gipfeln. Später wendet er sich wieder mehr der figürlichen Darstellung zu. Zu seinen Arbeiten kurz nach dem zweiten Weltkrieg gehört  „Roter Akt in Landschaft“. Die Werke werden von Zitaten der Künstlers ergänzt.

Für die Ausstellung AKTfigurativ zeichnet Cornelia Wieg, Kustodin des Kunstmuseums Moritzburg (2.v.l.), verantwortlich. Sie hat eine Auswahl von Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Fotoarbeiten zusammengestellt, darunter pralle Akte, aber auch Medaillen und zeitgenössische Schmuckkunst zum Thema. Erfreulich an diesem Teil der Ausstellung ist auch, dass Werke des Museums, die lange nicht mehr oder noch nie ausgestellt wurden, zu sehen sind.

>Es gibt u.a. Begegnungen mit Werken von Max Beckmann, Albert Ebert, Wilhelm Lehmbruck, Matthias Leupold, Hans von Marées, Helmut Newton, Einar Schleef, Karl Völker, und Heinrich Zille. Die Besucher sollten also nicht den Weg in die obere Box verpassen. Dort können sie sich in den ersten 14 Tagen der Ausstellung auch an der Wahl eines Plakatmotivs dieser Schau beteiligen.

Vielfältig ist auch das Begleitprogramm zu den Ausstellungen, darunter ein TweetUp „Nude meets Fashion“ mit anschließendem Museums after work und das neue Format Drop & Art für Familien – die Eltern gehen ins Museum, die Kinder nehmen an einem Workshop teil. Während der Händelfestspiele- die internationalen Besucher werden sich über die Zweisprachigkeit freuen – ist das Kunstmuseum an allen Tagen geöffnet. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

Vernissage ist am 22.5.2014, 18.00 Uhr.

Gisela Tanner tannertext.de