5 Jahre Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

© saalereporter
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Die Leopoldina wurde am 14. Juli 2008  zur Nationalen Akademie der Wissenschaften ernannt. Seitdem hat sie sich mit Empfehlungen und Stellungnahmen national und international in der wissenschaftsbasierten Politikberatung etabliert. „Wir werden wahrgenommen, vor allem durch unsere Themen und Stellungnahmen. Die Leopoldina hat ihren Platz im Wissenschaftssystem gefunden und ist auch international immer besser vernetzt“, lautet die Bilanz von Präsident Jörg Hacker nach fünf Jahren als Nationale Akademie der Wissenschaften.

„Der Bedarf für wissenschaftsbasierte Politikberatung ist überdeutlich: Zum einen hat die Wissenschaft verstärkt Einfluss auf alle Lebensbereiche. Sie prägt unser Leben mehr denn je. Zum anderen werden die politischen Entscheidungsträger mit immer komplexeren Problemen konfrontiert. Deshalb sollten Politik und Wissenschaft immer wieder den Dialog suchen“, sagt Hacker. Mit der wissenschaftlichen Exzellenz ihrer Mitglieder, ihrer Unabhängigkeit, ihrer Internationalität und dem seit ihrer Gründung im Jahr 1652 geltenden Leitgedanken der Interdisziplinarität spiele die Leopoldina dabei eine wichtige Rolle.

Die Ernennung die Leopoldina zur Nationalen Akademie der Wissenschaften am 14. Juli 2008 erfolgte durch einen Beschluss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder vom 18. Februar 2008. Seitdem führt die Leopoldina die Tradition ihrer freien Gelehrtengesellschaft in einer modernen Arbeitsakademie fort. Sie koordiniert die Arbeit der deutschen Wissenschaftsakademien zum Zweck der unabhängigen, wissenschaftsbasierten Beratung von Politik und Öffentlichkeit und ist die Stimme der deutschen Wissenschaft in internationalen Akademiegremien.

Deutschland bekam damit ein Pendant zu internationalen Vorbildern wie der National Academy of Sciences (USA), der Royal Society (Großbritannien) und der Académie des sciences (Frankreich). Die Leopoldina vermittelt wissenschaftliche Erkenntnisse und gibt Handlungsempfehlungen für aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen – nicht nur in Deutschland, sondern auch auf internationaler Ebene, zum Beispiel im Vorfeld der G8-Gipfel.

Die Arbeit der Nationalakademie konzentriert sich im Bereich der Politikberatung auf vier Schwerpunktthemen: Fortschritte der Lebenswissenschaften und Biomedizin, Energieversorgung, demografischer Wandel und das Wissenschaftssystem selbst. Mit ihren bisher 15 Stellungnahmen hat die Leopoldina in diesen Bereichen wichtige Debatten angestoßen. Im Oktober 2012 hat sie zudem ein Studienzentrum für Wissenschafts- und Akademiengeschichte eröffnet. Leopoldina-Präsident Hacker ist zuversichtlich, dass sich die Leopoldina auch in den kommenden Jahren positiv entwickeln wird: „Wir werden weiter unseren Weg gehen. Themen, die wir aktuell behandeln, sind beispielsweise Personalisierte Medizin, die Umgestaltung der Energiesysteme, Palliativmedizin oder der demografische Wandel. Auch im internationalen Bereich wollen wir unsere Aktivitäten verstärken und uns weiter profilieren.“

Quelle: Leopoldina