3.000 Jahre alte Kleidungsstücke aus China unter der Lupe

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Textilforschung der besonderen Art betreiben z.Z. Wissenschaftler um Prof. Dr. René Csuk,  Bereich Organische Chemie am Institut für Chemie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Sie werden in den kommenden drei Jahren an 3.000 Jahre alten Textil- und Lederproben aus China forschen. Das Ziel:  Herausfinden, welche Methoden damals zur Herstellung von Bekleidung verwendet wurden und welche Färbemittel zum Einsatz kamen. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 200.000 Euro.

„Zentral ist für uns die Fragestellung, was Kleider über eine Gesellschaft und ihre Geschichte verraten, und wie Wissen in kulturell geschaffenen und verwendeten Objekten wirkt“, sagt Arbeitsgruppenleiter Prof. Dr. René Csuk. Schließlich sei die Welt auch schon vor 3.000 Jahren bunt gewesen, und gefärbte Kleidung hätte denselben Zweck wie heute erfüllt: Sie sei eine Aussage des Trägers und damit ein Kommunikationsmittel.

Das Teilprojekt in Halle gehört mit weiteren Teilprojekten zum durch das BMBF hochrangig geförderten Projekt „Silk Road Fashion: Kleidung als Kommunikationsmittel im 1. Jahrtausend v. Chr. in Ostzentralasien“ unter  Federführung des Deutschen Archäologische Instituts und weiteren Forschungsgruppen aus China und Deutschland, u.a. dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt / Landesmuseum
für Vorgeschichte.

Weitere Informationen zum Projekt Silk Road Fashion:
http://www.dainst.org/de/pressrelease/silk-road-fashion?ft=all

Quelle: MLU